16.07.2020 11:42 |

Schatzkammer für Tiere

Mehr als 100 neue Arten in Mekong-Region entdeckt

Im Gebiet des Mekong-Flusses sind in den vergangenen zwei Jahren 110, in den letzten 20 Jahren gar 2500 neue Arten entdeckt worden. So wurden etwa eine Schildkröte mit einem Rüssel und ein Fisch gefunden, der nach dem Bruinen-Fluss in dem Hollywood-Streifen „Herr der Ringe“ benannt wurde. Oder eine Pflanze, die an die Eier im Film „Alien“ erinnert, aus denen die „Facehugger“ springen, entdeckt. Dieser Schmelztiegel der Biodiversität sei allerdings in großer Gefahr - und müsse geschützt werden, so der WWF.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) nannte Südostasien eine „wahre Schatzkammer für Tiere und Pflanzen“. Besonders die Mekong-Region, die sich über China, Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha erstreckt, sei ein Schmelztiegel der Biodiversität - und in Gefahr. „Massive Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei im großen Stil bedrohen die Schatzkammer“, sagte Stefan Ziegler, Asien-Referent des WWF-Deutschland. „Unser Ziel muss es sein, die biologisch wertvollen Gebiete am Mekong grenzüberschreitend und dauerhaft zu schützen, sowie die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen.“

Viele ansässige Arten nur in Mekong-Region zu finden
In den vergangenen 20 Jahren seien in der Mekong-Region über 2500 neue Arten entdeckt, darunter zahlreiche Säugetiere und Vögel: „Die Kombination aus Gebirgen, Trockenwäldern, Feuchtgebieten und Mangroven sowie starken Regenfällen und einem feuchtheißen Klima ist einzigartig.“ Viele der ansässigen Arten ließen sich nirgendwo sonst finden. 54 Prozent der Amphibien kommen nur in der Region vor, bei den Reptilien sind es 39 Prozent.

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Unser Ziel muss es sein, die biologisch wertvollen Gebiete am Mekong grenzüberschreitend und dauerhaft zu schützen, sowie die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen.

Stefan Ziegler, Asien-Referent des WWF-Deutschland

Allerdings seien am Mekong 150 Wasserkraftanlagen geplant. Zwischen 1973 und 2009 seien jährlich etwa 1,2 Millionen Hektar Wald zerstört worden. Auch wenn es aktuell so scheine, als ob die Entwaldung gestoppt sei, entwickle sich die Region zunehmend zum Mittelpunkt des illegalen Wildtierhandels.

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