11.07.2020 06:29 |

Schaden ist enorm

Vandalen in Litzlhof: Die Schnapsflasche als Spur

Der Schaden, den Vandalen in der Nacht auf Donnerstag in der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof bei Spittal angerichtet haben, ist enorm. Schuldirektor Josef Huber will es nicht glauben, dass jemand von seinen Schülern hinter diesem schlechten „Scherz“ stecken sollte. Die Polizei sicherte jedenfalls Spuren, wie eine leere Schnapsflasche, die zu den Tätern führen könnten. 

„Unser Koch schlug Alarm, als er Donnerstagfrüh bemerkte, dass es von der Decke tropfte und der Boden bereits komplett durchnässt war“, erzählt Litzlhofs Schuldirektor Josef Huber am Freitag der „Krone“ bei einem Lokalaugenschein. Von Mittwoch auf Donnerstag hatten unbekannte Täter die Wasserhähne mehrerer Waschbecken aufgedreht und die WC-Anlagen verstopft. Das Wasser drang durch Wände und Böden; vom obersten Stock bis in die Kellerabteile - wir berichteten.

Doch das war nicht alles: Blumentöpfe warfen die Vandalen auf die Böden und Plakatständer wurden in Brand gesetzt. „Das war ein schlechter Scherz und mit Sicherheit eine Rauschaktion - am Schulareal lagen nämlich einige leere Schnapsflaschen“, erzählt Huber, der bezweifelt, dass es einer seiner Schüler war. „Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wir pflegen ein sehr gutes Verhältnis zwischen unseren Lehrern und Schülern.“

Die Lehrkräfte sowie Huber vermuten stattdessen, dass es sich um einen Lausbubenstreich handeln könnte. „Am Areal halten sich hier ständig junge Mopedfahrer aus der Umgebung auf. Das würde dann auch die vielen Bremsspuren vor dem Gebäude erklären“, sagt der Schuldirektor. Die Polizei hat jedenfalls genügend Hinweise gesammelt. Alleine die Schnapsflaschen seien schon ein sehr sicheres Beweismittel. Fingerabdrücke wurden ebenfalls auf Desinfektionsmittelspendern entdeckt.

„Wir haben tatsächlich einige gute Spuren“, bestätigt Polizeisprecherin Waltraud Dullnigg und fügt hinzu: „Die Täter haben sich übrigens auch wegen Brandstiftung zu verantworten.“ Die Schadenssumme wird auf einige Hunderttausend Euro geschätzt. 

Elisa Aschbacher
Elisa Aschbacher
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