FPÖ schlägt Alarm:

Mauthausen will schon wieder Flüchtlinge aufnehmen

Hotels, Gasthöfe, Internate: Bei Unterkünften für Flüchtlinge geht die Gemeinde Mauthausen andere Wege. Mit Stimmen der SPÖ und der Grünen wurde im Gemeinderat eine Unterbringung von Familien aus den Flüchtlingslagern Griechenlands im alten Gerichtsgebäude beschlossen. Die FPÖ äußert Bedenken.

Das alte Gericht ist als Unterkunft für geflüchtete Kinder auf keinen Fall geeignet. Man kann dort einfach nicht wohnen„, hält der freiheitliche Vizebürgermeister Alexander Nerat nichts von der Resolution der Gemeinde Mauthausen an die Bundesregierung. Neben der Aufforderung, Flüchtlingsfamilien aus den überfüllten Lagern Griechenlands nach Österreich zu holen, wird auch angeboten, zehn bis 20 Personen im Donauort aufzunehmen

Populismus
„Es ist purer Populismus auf dem Rücken der Kinder“, übt Nerat Kritik an der SPÖ und den Grünen. Er habe im Gemeinderat die Vertreter beider Fraktionen aufgefordert, die Flüchtlinge bei sich zu Hause aufzunehmen: "Nur ein Mandatar hat sich dafür bereit erklärt.“

Solidarität
Genau diese Aktion trieb SP-Bürgermeister Thomas Punkenhofer auf die Palme. „Das ist doch typische freiheitliche Propaganda. Die kann er sich sparen.“ Das Gemeindeoberhaupt hat keinerlei Bedenken, Flüchtlinge erneut im Gericht aufzunehmen. Auch 2015 habe die Unterbringung problemlos geklappt. Nerat habe sich nur kein Bild davon gemacht. „Es ist ein Akt der Solidarität. Den Menschen dort geht es richtig dreckig, wir haben die Möglichkeiten, ihnen zu helfen.“

Mario Zeko/Kronen Zeitung

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Mittwoch, 12. August 2020
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