05.07.2020 09:01 |

Neue Raketen

Magnus Walch wird jetzt ein „Renntiger“

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei...“ Ein Sprichwort, dass auch für den Lecher Magnus Walch und die Skifirma Rossignol gilt. „Ich hatte in den vergangenen zehn Jahren unfassbar schöne Momente auf diesen Skiern“, erinnert sich Walch. Doch damit ist jetzt Schluss, ab sofort setzt der 28-Jährige auf die „Renntiger“ von Völkl und Schuhe von Dalbello. „Im Mai gab es die ersten Tests und ich bin auf Anhieb sowohl mit den Skiern als auch mit den Schuhen ausgezeichnet zurechtgekommen", verrät der Riesentorlauf-Spezialist, der bei dem deutschen Skihersteller einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieben hat.

Der Kontakt zu Völkl-Rennsportleiter Eric Wolf war über Walchs belgischen „Global Racing“-Teamkollege Sam Maes, zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der Junioren-WM 2019, zustande gekommen. „Völkl wollte Sam unbedingt unter Vertrag nehmen und war noch auf der Suche nach einem zweiten Läufer“, verrät Walch. Maes, der im Pinzgau aufwuchs und im breitesten Salzburger Dialekt spricht, dachte sofort an Magnus. „Wir kennen uns schon lange, sind auch privat gut befreundet.“

Um die Latten der beiden Technik-Spezialisten wird sich der Slowene Miha Kosmac kümmern, der bereits die Skier von Ana Drev schnell gemacht hatte. Das Ziel: Sowohl Walch, der derzeit keinem ÖSV-Kader angehört, als auch Maes, der nach einer durchwachsenen Saison und einer Verletzung sein Comeback gibt, sollen zurück in die Top-30 des Riesentorlauf-Weltcups. “Ich traue den zwei sehr viel zu„, ist Rennsportleiter Wolf optimistisch. „Magnus ist ein extrem harter Arbeiter. Da würde ich fast darauf wetten, dass er es bereits beim Weltcupauftakt in Sölden schon wieder in die Punkte schafft." 

Kommentar:

Ein neuer Weg in schweren Zeiten

Es ist ein Projekt, dass es in dieser Form noch nicht gegeben hat. „Dass eine Ski-Firma Läufer, die bei einem Privat-Team wie Global Racing trainieren, mit Material und sogar einem Servicemann unterstützen, ist ein neuer Weg“, unterstreicht Völkl-Rennsportchef Eric Wolf. Doch der 49-jährige Salzburger, der 1990 als Abfahrtsvierter nur knapp an einer Medaille bei der Junioren-WM vorbeigeschrammt war, ist von diesem Weg überzeugt. „Mit Magnus Walch, Sam Maes und seinem belgischen Landsmann Dries van den Broecke haben wir drei hungrige Athleten. Ich bin froh, dass wir das machen können.“ Und zwar trotz der Corona-Krise, die auch an der Skiindustrie alles andere als spurlos vorbeigegangen ist und auch langfristige Auswirkungen haben wird.

Klar ist: Immer mehr Skifirmen müssen dieser Tage noch genauer auf ihre Finanzen schauen. So ist es kein Geheimnis, dass einige Materialwechsel der vergangenen Wochen und Monate nicht gänzlich freiwillig erfolgten. Wie man hört, hätten Athleten teilweise sogar für ihr Rennmaterial einen, nicht unwesentlichen, Selbstbehalt entrichten sollen. Hochdotierte Ausrüsterverträge und fette Prämienzahlungen für Weltcuppunkte gehören - mit ganz wenigen Ausnahmen - ohnehin schon längst der Vergangenheit an.

Peter Weihs
Peter Weihs
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