04.07.2020 12:22 |

„Abgrundtief böse“

Ghislaine Maxwell soll Teenager vergewaltigt haben

Sie soll nicht nur Jeffrey Epstein minderjährige Mädchen zum Sex besorgt haben, sie soll beim sexuellen Missbrauch selbst mitgemacht haben. Das behauptet jetzt eine Frau bei „Fox News“, die als Minderjährige von Ghislaine Maxwell „mehr als 20 oder 30 Mal vergewaltigt“ worden sein will.

Die 33-Jährige, die nicht mit Namen genannt wird, will 1991 in Florida von der Lebensgefährtin des pädophilen Milliardärs angeworben worden sein: „Ghislaine hat mich mit einer großen Modelkarriere geködert. Sie hat mich auf Shopping-Touren mitgenommen und mir Louis-Vuitton-Handtaschen gekauft.“ Dann begann für die 14-Jährige die sexuelle Tortur: „Ich war Jungfrau und Maxwell hat mich mit ihren Fingern und Sexspielzeugen penetriert, um mich auf Epsteins Vergewaltigungen vorzubereiten. Sie hat mir gesagt, sie will nur helfen, weil Epstein wütend war, dass ich dauernd geblutet habe. Sie hat mich trainiert, es richtigzumachen.“

„Abgrundtief böse“
Der sexuelle Missbrauch sei weitergegangen, bis sie zwei Jahre später von Epstein schwanger wurde. Ihr schwerreicher Peiniger organisierte eine Abtreibung. Das mutmaßliche Opfer erhebt schwere Vorwürfe gegen Maxwell: „Sie ist genauso abgrundtief böse wie Jeffrey Epstein. Sie hat mich auch vergewaltigt!“

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Sie ist genauso abgrundtief böse wie Jeffrey Epstein. Sie hat mich auch vergewaltigt!

Ein mutmaßliches Opfer von Ghislaine Maxwell

Laut dem Bericht habe Maxwell geglaubt, sie habe ihren Großeltern von der Abtreibung erzählt. Zur Strafe sei sie dann von Maxwell, Epstein und weiteren Personen vergewaltigt worden: „Ich wurde unter Drogen gesetzt. Ghislaine war mit dabei.“ Hinterher habe ein Fahrer sie nackt im Vorgarten ihrer Großeltern aus dem Auto geworfen: „Er hat mir gesagt, dass ich das nächste Mal nicht lebendig nach Hause kommen würde. “ Maxwell habe später eine weitere Drohung ausgesprochen, „und meine Familie bedroht, wenn ich meinen Mund nicht halten würde.“

20 Millionen Dollar auf 15 Bankkonten
Laut der Staatsanwaltschaft verdiente sich Maxwell als Epsteins „Zuhälterin“ eine goldene Nase. Nach der Verhaftung der 58-Jährigen kam durch die Anklageschrift heraus, dass sie 15 Bankkonten hat. Auf diese soll Epstein zwischen 2007 und 2011 insgesamt 20 Millionen Dollar überwiesen haben.

Maxwells langjährige Freundin Laura Goldman glaubt, dass zumindest Prinz Andrew nichts zu befürchten habe. Der „Daily Mail“ verriet sie: „Ghislaine würde nie Informationen über Andrew preisgeben, selbst wenn sie dadurch ihre Freiheit bekommen könnte. Eher würde sie über Epsteins Verbindungen und Deals mit Bill Clinton und Donald Trump reden.“

„Freudentränen“ bei Opfern
Unter den Opfern von Jeffrey Epstein herrscht unterdessen Erleichterung über die Verhaftung der mutmaßlichen Mittäterin. Einem Bericht der „New York Post“ zufolge habe Virginia Giuffre „Freudentränen vergossen“, als sie von der Verhaftung Maxwells erfuhr. Die 36-Jährige wirft Maxwell vor, sie als 16-Jährige zu Epstein gelockt zu haben. Giuffre, die mit Geburtsnamen Roberts hieß, hatte damals im Spa von Donald Trumps Mar-a-Lago-Resort gearbeitet.

„Als ich den Anruf bekam, war ich begeistert, weinte vor Freude und lachte. Endlich haben wir sie“, sagte sie zu „The Weekend Australian“. „Es fühlte sich noch besser an, als die Verhaftung von Jeffrey“, sagte sie. „Er war ein Pädophiler, diese können nicht geheilt werden. Sie gehören entweder ins Gefängnis oder unter die Erde. Ghislaine hingegen ist ein böses Monster. “

„Diese Frau hat mich gefunden, erzogen, missbraucht und Jeffrey und seinen Freunden übergeben“, sagte Giuffre der Zeitung. Einer dieser Freunde sei Prinz Andrew gewesen. Giuffre gilt als Hauptanklägerin des britischen Prinzen und erklärte wiederholt, dass sie von Epstein und Maxwell mit nur 17 Jahren zum Sex mit dem  Sohn der britischen Königin gezwungen worden sei. Prinz Andrew bestreitet diese Vorwürfe und soll vor dem FBI aussagen. Diese Aussage wird schon seit Längerem gefordert, hat aber noch nicht stattgefunden.

„Prinz Andrew ist ein Lügner“
Giuffre will den Prinzen nicht davonkommen lassen. „Offensichtlich ist Prinz Andrew ein Lügner“, sagte sie. „Er weiß, was er getan hat. Er wird ins Gefängnis gehen. Er hat schon so viel verloren, aber das reicht nicht. Gerechtigkeit muss sich durchsetzen. Er muss zur Rechenschaft gezogen werden. “

Über den US-Präsidenten Donald Trump hat Giuffre übrigens nichts Negatives zu vermelden. Sie habe Maxwell zwar auf seinem Anwesen in Florida getroffen, doch Trump habe sich nie danebenbenommen. „Ich habe Trump getroffen, aber ich habe nie gesehen, dass er sich mir oder anderen Opfern von Jeffrey Epstein gegenüber danebenbenommen hätte“, sagte sie. „Ich kann nicht kommentieren, was ich nicht weiß.“

Maxwell drohen 35 Jahre Gefängnis
Maxwell muss mit bis zu 35 Jahren Gefängnis rechnen, wenn sie wegen des Handels mit minderjährigen Frauen verurteilt wird. Die 58-jährige Tochter des skandalumwitterten britischen Zeitungsmagnaten Robert Maxwell, der 1991 unter mysteriösen Umständen ertrank, war vergangene Woche in New Hampshire verhaftet worden. Sie befindet sich nun im Merrimack-County-Gefängnis.

Es heißt, sie werde 24 Stunden lang überwacht. Eine Quelle aus dem Gefängnis sagte der britischen „Sun“: „Eingedenk der Todesumstände von Jeffrey Epstein im Gefängnis, ist man nun zurecht darum besorgt, dass Ghislaine Maxwell nichts passiert.“ Ihre Sicherheit hat oberste Priorität. Der Fall wird äußerst sensibel behandelt." 

Tod in der Gefängniszelle
Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Investmentbanker war bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden und wurde seitdem als Sexualverbrecher geführt.

Epstein wurde vor einem Jahr erneut festgenommen und später tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm er sich das Leben. Bei einer Verurteilung hätten dem Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht.

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