26.06.2020 12:46 |

Hass-Graffiti

„Stirb, Djokovic!“ Jetzt wird‘s unappetitlich

Das Skandal-Turnier von Novak Djokovic schlägt weiter hohe Wellen. In Split in Kroatien ist jetzt eine besonders geschmacklose Graffiti-Schmierage aufgetaucht. Darin wird Djokovic gleich der Tod gewünscht. Die Polizei ermittelt.

„Stirb, Djokovic! Stirb daran! Das wünschen wir uns. Grüße aus Split.“ Die auf eine Hausmauer geschmierte Nachricht trieft vor Hass. Eine klare Anspielung auf das Djokovic organisierte Turnier im Zuge der Adria-Tour, Corona-Desaster inklusive. Auf Twitter machte das Bild schnell die Runde. „Der Nazismus blüht in Kroatien“, schreibt ein User.

Angespannte Beziehungen
Die Beziehungen zwischen Kroatien und Serbien sind in der Tag angespannt. Kroatien verschärfte diese Woche aufgrund der steigenden Corona-Zahlen die Einreisebeschränkungen. Diversen Medienberichten zufolge sieht Kroatien Serbien und Bosnien als die Hauptschuldigen für die erneute Verschärfung der Corona-Situation.

In der Causa Anti-Djokovic-Graffiti laufen die Ermittlungen derweil auf Hochtouren. Täter wurden noch keine ausfindig gemacht. Die Polizei nehme die Angelegenheit sehr ernst, heißt es.

Djokovic hatte sich zuletzt via Social Media für sein das aus dem Ruder gelaufene Turnier entschuldigt. Er hoffe, dass alle infizierten Spieler gesund bleiben. Er selbst hat sich in Selbstisolation begeben.

„Alles getan, um uns zu schützen“
Inzwischen hat sich auch die Familie des „Jokers“ in die Causa eingeklinkt. Novaks Bruder Djordje meinte gegenüber Eurosport, man habe „alles getan, um uns zu schützen, und die Regeln eingehalten“. Auch Herwig Straka, Manager von Dominic Thiem kann dieser These offenbar etwas abgewinnen. „Niemand hat illegal gehandelt. Es war erlaubt in Serbien.“ Strakas ganzes - auch differenziertes - Statement sehen Sie hier im Video:

Mama Djokovic: „Unheimlich und erschreckend“
Und Mama Dijana Djokovic zeigt sich über die Presse empört. Es sei „unheimlich und erschreckend, was sie jetzt schreiben. Aber wir sind das gewöhnt. Alle wollten nur, dass so etwas passiert.“

Dabei war der Grundgedankte von Djokovic ja ein durchaus nobler: Mit der Ausrichtung des Turniers wollte er Spieler unterstützen, die finanziell weniger gut dastehen wie er selbst. Übrigens: Auch Dominic Thiem spendete sämtliche Einnahmen aus der Adria-Tour.

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