19.06.2020 12:35 |

Knill vorgestellt

Neuer IV-Präsident gegen Vermögenssteuern

Am Freitag hat sich das neue Präsidium der Industriellenvereinigung (IV) rund um Präsident Georg Knill vorgestellt und dabei auch einige politische Forderungen geäußert. So brauche es weitere Hilfspakete der Bundesregierung und eine Senkung der Körperschaftssteuer sowie der Lohnnebenkosten. Knill sprach sich auch gegen neue Steuern aus, insbesondere gegen Vermögenssteuern. Die Kurzarbeit während der Corona-Krise müsse „bis in den Herbst, Winter hinein“ verlängert werden.

„Die bisherigen Pakete waren richtig, es müssen aber weitere folgen“, sagte Knill zu den bisherigen Coronahilfen der türkis-grünen Regierung. Die bisherigen Liquiditätshilfen seien zwar gut, für viele Bereiche jedoch „nicht zufriedenstellend“ ausgefallen. Dass es hier einen Verbesserungsbedarf gebe, zeige „wie komplex“ die Wirtschaft insgesamt sei.

Wachstum als Weg aus der Corona-Krise
„Um aus der Krise herauszukommen braucht es Wachstum, Wachstum, Wachstum und nicht zusätzliche Besteuerungen der Bürger und der Unternehmen“, sagte der neue Präsident auf die Frage, ob man zumindest einer vorübergehenden Vermögenssteuer zur Mitfinanzierung der Krisenkosten etwas abgewinnen könne. Der Staat müsse effizienter werden und die Kosten in der Verwaltung gesenkt.

Knill für Verlängerung der Kurzarbeit
Die Kurzarbeit müsse „bis in den Herbst, Winter hinein verlängert werden“, so Knill. Sie sei ein funktionierendes und wichtiges Instrument, um die Menschen in der Beschäftigung zu halten. Die Körperschaftssteuer (KÖSt) solle von 25 auf 21 Prozent sinken. Dazu brauche es eine Stärkung des Eigen- und des Fremdkapitals in den Betrieben. „Und wir brauchen Reisefreiheit nicht nur innerhalb Europas, sondern auch in Drittstaaten.“

Knill ist seit 20 Jahren in der steirischen IV engagiert und seit 2016 auch ihr Präsident. Am Donnerstag war er in einer Stichwahl als Nachfolger von Georg Kapsch zum IV-Präsidenten gewählt worden.

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