„Herzerl“ im Podcast

Herzog „hätte bei der Austria Fünffaches verdient“

Andreas Herzog ist der Hauptdarsteller dieser Podcast-Folge. Sehr spannend und höchst unterhaltsam schildert „Herzerl“ (zu hören in voller Länge oben), wieso ihm Oliver Kahn als Einziger riet, bei Bayern zu bleiben, warum er von Hoeneß und Co. einst „wie ein Volltrottel hingestellt“ wurde, als Otto Rehhagel anrief, wieso er sich einst für Rapid entschied, obwohl er bei der Austria „das Vier- bis Fünffache verdienen hätte können“, wie es um die Motivationskünste von Otto Baric bestellt war, wie das erste Kennenlernen mit Beate Rehhagel verlief und vieles, vieles mehr.

Andreas Herzog ist in seinem Element. In seinem Büro schwelgt er über 45 Minuten lang in Erinnerungen. Sehr eloquent und immer authentisch unternimmt er mit krone.at-Sportchef Michael Fally eine verbale Reise durch seine bewegte Vergangenheit. Angefangen bei der Tatsache, dass es nicht so klar war, dass er eine Karriere bei Rapid einschlagen würde. In ganz jungen Jahren hätte er auch bei der Austria gutes Geld verdienen können. „Ich habe aber schon damals nicht aufs Geld geschaut“, erklärt Herzog und kommt gleich zum Schluss: „Die Geschichte wiederholt sich.“ Tatsächlich hätte Herzog auch gegen Ende seiner Karriere noch einmal zur Austria wechseln und dort das Vier- bis Fünffache dessen verdienen können, was er dann bei Rapid verdiente. „In einer Zeitung wurde mir das damals so ausgelegt, als hätte ich gesagt, dass ich lieber zur Austria gegangen wäre, erklärt Herzog: “Das hat mir bei Rapid große Probleme bereitet. Ich konnte auch das nächste Heimspiel nicht spielen, weil die Fans auf die Barrikaden gingen."

Alle Folgen des „Krone“-Fußball-Podcasts können Sie jetzt via Spotify und iTunes hören! Gute Unterhaltung!

Hicke hatte Erklärungsbedarf
Zwischen Rapid und Rapid passierte in Herzogs Karriere extrem viel. Zum Beispiel ein leihweiser Transfer zur Vienna und Trainer Erst Dokupil: „Er hat vor dem ersten Match zu mir gesagt, dass er mich schon lange kennt und es ihm Spaß macht, mir zuzuschauen. Ich solle einfach rausgehen und auch Spaß haben. Offenbar hat er die richtigen Worte gefunden“, erinnert sich Herzog. Denn kurze Zeit später war er Teamspieler. „Und der damalige Teamchef Josef Hickersberger hatte gegenüber ÖFB-Präsident Beppo Mauhart mehrere A4-Seiten Erklärungsbedarf, warum er den jungen Herzog schon ins Team holte.“

Es folgten viele Erlebnisse mit Rapid in der Ära Hans Krankl, zwei unglücklicher Cup-Final-Niederlagen und einer unglücklichen Niederlage im UEFA-Cup gegen Inter Mailand („Der Schiedsrichter war angestochen!“) inklusive.

Bekanntschaft mit Beate Rehhagel
Und dann der Wechsel zu Werder Bremen 1992. Herzog erinnert sich an das erste Treffen mit dem damaligen Trainer Otto Rehhagel und dessen Frau Beate. Herzog im O-Ton: „Beate sagte zu ihrem Mann: ‘Schau mal, Otto, das ist doch der Wiener, der Andreas.‘ Und ich gebe der Beate zuerst die Hand. Sie lässt meine Hand nicht mehr aus und sagt: ‘Hallo Andreas! Sind Sie schnell?‘ Ich darauf: ‘Naja, der schnellste bin ich nicht. Beate: ‘Sind Sie kopfballstark?‘ Daraufhin ich: ‘Nein, kopfballstark bin ich auch nicht.‘ Ich dachte mir, dass ich mit dem Rehhagel noch nicht einmal gesprochen habe und schon wieder heimfliegen kann.“ Es sollte eine höchst erfolgreiche Zusammenarbeit werden. Gleich im ersten Jahr wurde Herzog mit Werder Bremen Meister.

Anekdoten über Anekdoten
Das sind nur wenige auserwählte Episoden aus der Podcast-Aufzeichnung mit Andi Herzog. Hören Sie (oben in voller Länge), wie er den „Schüttler“ von Oliver Kahn abgespeichert hat, warum Kahn ihm riet, bei Bayern zu bleiben, wieso sein enges Verhältnis zu Rehhagel für ihn bei Bayern zum Problem wurde, wieso nach dem Pokal-Finale 1999 seine Hochzeit in Gefahr war, welche Länderspiele ihm besonders in Erinnerung sind, und vieles, vieles mehr (alles oben).

Michael Fally
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Donnerstag, 22. April 2021
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