17.06.2020 07:13 |

Infiziertenzahl steigt

Angst vor 2. Welle: Peking teilweise abgeriegelt

Striktere Maßnahmen hat die chinesische Hauptstadt Peking nach dem neuerlichen Ausbruch des Coronavirus ergriffen. Nachdem bereits Beschränkungen erlassen worden waren, wurde nun die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen - die Millionenstadt ist teilweise abgeriegelt.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch berichtete, meldete die Stadt 31 weitere Infizierte. Damit gibt es seit vergangenem Donnerstag bereits 137 bestätigte Infektionen in der 20-Millionen-Metropole.

Aus Sorge vor einer zweiten Welle waren zuletzt etwa bestimmte Bus-Routen und Taxi-Dienste am Dienstag ausgesetzt worden. Mittlerweile wurden auch Flüge aus und in die Hauptstadt drastisch reduziert. Wie der Staatssender CGTN berichtete, strichen Airlines mindestens 850 Flüge.

Schulen wieder geschlossen, Reisen nur mit negativem Test
Um zu verhindern, dass sich der neue Ausbruch auf andere Teile des Landes ausweitet, dürfen Bewohner aus Gegenden von Peking, in denen das Risiko als „mittel“ oder „hoch“ eingestuft wurde, die Stadt nicht mehr verlassen. Auch alle anderen Pekinger dürfen nur noch reisen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können. Ebenso wurden die Schulen wieder geschlossen.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Behörden damit begonnen, mehrere Nachbarschaften komplett abzuschotten. In der ganzen Stadt wurden Kontrollen wie etwa Fiebermessen wieder verschärft. Der Xinfadi-Markt lieferte vor seiner Schließung rund 90 Prozent des Gemüses und Obstes für die Metropole. Der Direktor des Marktes sowie zwei Beamte der Pekinger Lokalregierung mussten infolge des Ausbruchs ihre Posten räumen.

Infektionen auch in weiteren Provinzen
Neben Peking meldete die Gesundheitskommission am Dienstag zwei weitere lokale Infektionen in den Provinzen Hebei und Zhejiang. Zudem wurden elf „importierte“ Fälle bei Reisenden registriert, die nach China zurückkehrten.

Die weltweite Coronavirus-Pandemie hatte Ende 2019 in der Stadt Wuhan ihren Ursprung. Bereits seit Wochen wurden landesweit jedoch kaum noch neue Fälle registriert, weshalb es in China die Hoffnung gab, das Virus besiegt zu haben.

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