09.06.2020 22:57 |

„Wäre genug vorhanden“

UN-Chef warnt vor „globalem Lebensmittel-Notstand“

Die Corona-Krise gefährdet die Nahrungsmittelversorgung am Globus. Zwar gebe es ausreichend Lebensmittel, aufgrund der Pandemie sei die Versorgung derzeit aber nicht gewährleistet, warnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Es könnte zu einem globalen Notstand kommen, sollten die weltweiten Versorgungssysteme nicht so schnell wie möglich verbessert werden.

Mindestens 820 Millionen Menschen litten unter Hunger, erklärte UN-Generalsekretär Guterres am Dienstag. Alleine im vergangenen Jahr habe man daher bereits eine Milliarde US-Dollar (knapp 900 Millionen Euro) bereitgestellt, um mehr als 25 Millionen Menschen mit dringend benötigten Medikamenten, Wasser und Nahrung zu versorgen. Das Coronavirus sei eine zusätzliche Bedrohung, insbesondere für die am stärksten betroffenen Personen. Er warnte vor einem „globalen Lebensmittel-Notstand“, falls die weltweiten Nahrungsmittelversorgungssysteme nicht rasch verbessert würden.

Corona verschlimmert Situation
Dabei gebe es ausreichend Nahrungsmittel, um die 7,8 Milliarden Bewohner der Welt zu ernähren, so Guterres. „Unsere Versorgungssysteme versagen und die Covid-19-Pandemie macht es noch schlimmer.“ Wenn nicht bald etwas unternommen werde, könnten zusätzliche 49 Millionen Menschen bald unter extremer Armut leiden und auch die Zahl der unter Hunger leidenden Menschen könne stark steigen, warnte Guterres. Die Nahrungsmittelindustrie müsse in allen Ländern als systemrelevant eingestuft und besonders geschützt werden, forderte der UN-Chef.

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