10.06.2020 06:00 |

US-Firma startet

Erste Bodenstationen für Satelliten in Kärnten

Im Wettlauf um superschnelles Satelliten-Internet prescht eine weitere US-Firma vor: Nach dem aufsehenerregenden Start der Starlink-Trabanten von Elon Musk will jetzt das US-Unternehmen Viasat Inc. die letzten weißen Flecken auf der Internetlandkarte mit Breitband aus dem Orbit versorgen. Zu diesem Zweck sollen demnächst auch in Kärnten erste Bodenstationen errichtet werden.

Vom hintersten Alpental über Kreuzfahrtschiffe bis zum Interkontinental-Flug: Tausende Kommunikationssatelliten sollen uns weltweit mit superschnellem Internet versorgen. Mit einer neuen Satelliten-Generation mischt jetzt die Firma Viasat Inc. im Kampf um den Orbit mit. Sprecher Chris Philips: „Unsere Pläne beinhalten auch den Aufbau von mehreren Satellite access nodes (Bodenstationen), um die nächste Generation der Satelliten-Konstellation zu unterstützen.“

Mit den Basisstationen wird eine Verbindung zum heimischen Glasfaser-Internet hergestellt. Grundbesitzern in Kärnten wurden bereits Pachtverträge für die rund 50 Quadratmeter großen Bodenstationen (siehe Grafik) vorgelegt.

Das Kommunikationsunternehmen bestätigt, dass man in Verhandlungen stehe. Die Behörden tappen hingegen im Dunkeln. „Wir haben keinen Wissensstand über konkrete Infrastrukturprojekte“, heißt es aus dem zuständigen Ministerium. Peter Schark von der Breitbandinitiative weiß: „Die Bodenstationen werden als Brücken gebraucht, um die Abdeckung zu erreichen.“ Als Konkurrenzprojekt zu Glasfaser sieht er das Sat-Breitbandinternet wegen der längeren Latenzzeiten aber nicht.

Bei Astronomen und Strahlungsgegnern sorgen die Satelliten aber bereits für Kritik.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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