11.05.2020 11:39 |

Auf Flucht vor Polizei

Migrantengruppe in 12 Meter tiefe Höhle gestürzt

Auf ihrem Weg in die Europäische Union sind am Wochenende elf Flüchtlinge beim Versuch, die bosnisch-kroatische Grenze illegal zu überqueren, in ein zwölf Meter tiefes Erdloch gestürzt. Die Migranten, die am Fuß des Berges Pljesevica bei Bihac vor der bosnischen Grenzpolizei geflüchtet waren, konnten in der Nacht auf Montag aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Bihac wurden drei Flüchtlinge nach der Rettung ins Krankenhaus eingeliefert. Keiner von ihnen schwebe in Lebensgefahr, sagte der Leiter des Bergrettungsdienstes, Ermin Lipovic, laut dem Internetportal „Klix.ba“.

Im bosnischen Kanton Una-Sana, dicht an der Grenze zu Kroatien, wird die Zahl illegaler Grenzübertritte derzeit nach amtlichen Angaben auf rund 4000 geschätzt.

Im Pulverfass Bosnien-Herzegowina, das seit gut zwei Jahren mit dem Problem der illegalen Migration konfrontiert ist, steigt seit den Wintermonaten die Zahl der Migranten kontinuierlich an. Derzeit halten sich insgesamt mindestens 7000 Flüchtlinge illegal im Land auf. Slobodan Ujic, Chef des Amtes für Ausländerangelegenheiten, erwartet sogar noch mehr Flüchtlinge.

Bosnien als Zwischenstation für Weg in EU
Für illegal Einreisende ist Bosnien-Herzegowina, dessen Grenzen de facto „unkontrollierbar“ sind, wie andere Balkanstaaten auch nur eine Zwischenstation auf ihrem Weg in die EU-Staaten. Behördlichen Angaben zufolge hatte 2019 nur eine Person Asyl in Bosnien erhalten, weitere 33 wurden unter subsidiären Schutz gestellt.

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