Coronavirus in OÖ:

Gastronomen kochen für Helfer und Helden der Krise

Sechs Spitzenköche versorgen in der Karwoche die Mitarbeiter von Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr in Linz. An fünf Tagen werden ab morgen 1250 Menüs zubereitet. Ein Dank an die Helfer und Helden in der Coronavirus-Krise.

Die Salatboxen wurden mit Aufklebern verziert, auf die wiederum ein Herz gemalt war. Dazu kamen Team-Österreich-Burger mit Kalbsbutterschnitzel undeine Bananen-Buttermilch-Schnitte. So verwöhnte Haubenkoch Lukas Nagl diese Woche das Team des Roten Kreuz in Vöcklabruck. „Genuss schenken macht Spaß“, verrät Nagl, der die Essens-Auslieferung gleich selbst übernahm.

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Genuss schenken macht Spaß.

Lukas Nagl, Haubenkoch

„Können nichts anderes beitragen, als kochen“
„Wir wollen die Menschen unterstützen, die viel für uns tun - wir können in dem Fall nichts anderes beitragen als kochen“, sagt Spitzenkoch Rudi Grabner,der für die kommenden fünf Tage die kulinarische Versorgung von Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr in Linz auf die Beine stellte.

Fünf Tage, sechs Köche
Mit Ingmar Götzloff, Oliver Rechberger, Christian Göttfried, Peter Prandstötter, Didi Gütlbauer holte er fünf Kollegen ins Boot, auch Grabner selbst wird sich in die Küche stellen. Rechberger kocht in der Bergdiele in Leonding, Göttfried in seinem gleichnamigen Betrieb in Linz, dann wird der Herd im Hotel Schwarzer Bär in Linz, beim Holzpoidl in Lichtenberg und Rosso in Linz angeheizt. „Die Küche ans Limit treiben, macht richtig Freude“, meint Rechberger, der morgen Tomatencremesuppe mit Pizzastangerl und Zwiebelrostbraten mit Schupfnudeln und Spargelgemüse serviert. Fürs Dessert sorgtdie Bäckerei Brandl.

Täglich 250 Portionen
„Täglich bereiten wir 250 Portionen zu“, sagt Grabner, der am Donnerstag den Kochlöffel schwingt, ehe Götzloff am Freitag den kulinarischen Schlusspunkt setzt. „Da gibt’s Fisch“, erzählt der 55-Jährige. Grabner überlegt bereits, die Aktion zu wiederholen. „Das ist aber nur möglich, wenn unsere Lieferanten uns wieder großzügig unterstützen“, so der Initiator. Neben Kröswang, Transgourmet, Metro, Bäckerei Zitterl und Qualitalia hilft die Fleischmanufaktur Riepl mit.

Coronafreie Orte
Und während oberösterreichische Spitzenköche für gute Nachrichte sorgen, gibt es diese auch bei der Ausbreitung. Das Virus breitet sich zum Glück in OÖ nicht flächendeckend aus. Im Bezirk Gmunden sind immer noch acht der 20 Orte coronafrei. „Es ist schon sehr beruhigend, das zu hören“, ist Reinhard Lehner aus Traunkirchen erleichtert.

Patient Null gesund
Zudem ist Oberösterreichs Patient Null wieder gesund! Am 5. März wurde die COVID 19-Infektion bei einem 80-jährigen Puchenauer als erstem Oberösterreicher bekannt. Er hatte sich beim Skiurlaub in Südtirol angesteckt. Mittlerweile ist er von der Krankheit wieder genesen und die häusliche Isolierung wurde aufgehoben.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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Montag, 01. Juni 2020
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