31.03.2020 19:39 |

Streit unter Experten

Maskendebatte jetzt auch in den USA voll entbrannt

Regierungsbeamten gehen laut US-Medien derzeit der Frage auf den Grund, ob in den USA eine flächendeckende Gesichtsmaskenpflicht eingeführt werden soll. Derzeit gebe es noch keinen Konsens darüber, ob das Tragen von Masken überhaupt etwas bewirke. Sogar US-Präsident Donald Trump zeigte sich von dem Vorschlag Masken, zu tragen, nicht abgeneigt. 

Einige Experten der US-Behörde des Gesundheitsministeriums für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) befürchten, dass sich die Menschen aufgrund der Masken in einem falschen Sicherheitsgefühl wiegen würden und sie deshalb weniger diszipliniert bei anderen Maßnahmen seien.

Schutzmaskenpflicht könnte auch in den USA bald kommen
In den vergangenen Tagen hätten immer mehr Menschen in den USA damit angefangen, Gesichtsmasken zu tragen, obwohl es derzeit noch keine offizielle Empfehlung oder gar Anweisung der US-Regierung dazu gebe. Das könne sich jedoch schon bald ändern, erzählt ein anonymer Bundesbeamter im Gespräch mit der „Washington Post“.

Bei der Schutzmaskenpflicht handle es sich um ein Thema, das intern diskutiert werde und zu dem es derzeit noch keine finale Entscheidung gebe. Die CDC-Leitlinien für Masken würden sich derzeit noch in der Entwicklung befinden.

US-Präsident Trump kann sich Schutzmaskenpflicht vorstellen
Während eines Pressebriefings am Montag im Weißen Haus antwortete US-Präsident Donald Trump auf eine Frage, ob die Bevölkerung nichtmedizinische Stoffmasken tragen solle: „Das ist sicherlich etwas, worüber wir diskutieren könnten“, und fügte hinzu, dass er sich das zumindest für einen begrenzten Zeitraum vorstellen könne.

Thomas Inglesby, der Direktor des renommierten Johns-Hopkins-Zentrums für Gesundheitssicherheit, sprach sich für das Tragen von Masken aus: „Ich denke, es wäre ein umsichtiger Schritt, den wir alle unternehmen können, um die Übertragung zu verringern.“ 

Es gibt auch Expertenstimmen gegen Schutzmasken
Der führende Gesundheitsbeamte Jeffrey Duchin aus Seattle riet wiederum davon ab, dass gesunde Personen Schutzmasken zu tragen. Der Nutzen sei seiner Meinung nach ungewiss und außerdem würde dadurch ein Mangel an Masken für Menschen im Gesundheitswesen entstehen.

USA: Mehr Corona-Todesopfer als nach 9/11
Die USA sind mittlerweile weltweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Es gibt bereits mehr als 175.000 positive Coronavirus-Fälle, so viele wie in keinem anderen Land. Es sind auch schon mehr als 3000 Menschen an Covid-19 gestorben, mehr als bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001. 

Schutzmaskenpflicht in Österreich ab 6. April 
In Österreich gilt die Schutzmaskenpflicht beim Einkauf im Supermarkt ab spätestens 6. April, verteilt werden die Masken vereinzelt jedoch schon ab Mittwoch. „Die zusätzlichen Hygieneregeln sind unverzüglich, spätestens jedoch mit 6. April 2020 umzusetzen“, heißt es in einem Erlass des Gesundheitsministeriums. 

Wichtiger Frühindikator für US-Industrie zeigt nach unten
Die US-Industrie geht unterdessen laut einer Umfrage unter Unternehmen im Mittleren Westen schweren Zeiten entgegen. Das Chicago Business Barometer, ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung im ganzen Land, fiel im März um 1,2 Punkte auf 47,8 Punkte. Einige Experten befürchteten jedoch einen noch viel deutlicheren Punkteverlust.

Volkswirte gehen davon aus, dass vorige Woche so viele Arbeitslosenanträge in den USA gestellt worden sind wie nie zuvor. 

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