18.03.2020 20:57 |

Kritik an Ägypten

Corona-Rückholflüge: 750 Österreicher heimgeholt

Rund 750 wegen der Coronavirus-Pandemie im Ausland gestrandete Österreicher sind am Mittwoch nach Wien geflogen worden. 600 Menschen kamen „in Zusammenarbeit mit Austrian Airlines und Laudamotion aus Gran Canaria, Teneriffa und Ägypten“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Abend. Rund 150 Touristen kehrten in Kooperation mit anderen Staaten aus Amsterdam, Moskau und Kiew zurück.

Nach den zwei Rückholflügen aus Marokko konnten am Mittwoch Österreicher aus sechs weiteren Destinationen nach Hause zurückgebracht werden, betonte der Minister. Weitere Flüge „werden in den kommenden Tagen folgen“. Mit dem zweiten Tag der großen Rückholaktion seien damit insgesamt bisher mehr als 1300 Menschen nach Österreich gebracht worden.

47.000 Österreicher sitzen in mehr als 100 Ländern fest
Erst am Dienstagabend landeten Maschinen aus Marokko. Insgesamt sitzen zumindest 47.000 heimische Urlauber in mehr als 100 Ländern fest.

Magier aus Niederösterreich in USA gestrandet
Auch die niederösterreichischen Magier Thommy Ten & Amelie van Tass saßen im Ausland fest, teilten sie am Mittwochabend in einer Aussendung mit. Sie hofften auf eine baldige Heimkehr aus den USA. „Am 13. März haben wir in Arizona noch zwei Shows gespielt. Parallel dazu wurden jedoch alle anderen Shows hier in den USA und Kanada abgesagt“, berichteten die beiden. „Wir befinden uns noch in Los Angeles und suchen seit Tagen nach passenden Flugverbindungen.“

Flüge erhalten bald keine Landeerlaubnis mehr
Reisende, die sich aktuell in den Ländern Großbritannien, den Niederlanden, Russland und der Ukraine aufhalten, wurden vom Außenministerium aufgefordert, umgehend die private Heimreise anzutreten. Flüge aus diesen Staaten bekommen ab Mittwoch keine Landeerlaubnis mehr.

Urlauber sollen sofort nach Hause kommen
Verschärfen könnte sich auch die Situation für Urlauber in der Türkei. Das Außenministerium warnte, dass Direktflüge aus der Türkei nach Österreich in Kürze ausgesetzt werden. Touristen sollen ihre Urlaube sofort abbrechen und nach Hause zurückkehren.

Den davon Betroffenen wurde angeraten, auf andere Flughäfen auf dem europäischen Festland auszuweichen und von dort, falls das noch möglich ist, einen Anschlussflug nach Österreich zu buchen.

Scharfe Kritik an ägyptischen Behörden
Unterdessen wird vor allem in deutschen Medien die Kritik an den ägyptischen Behörden immer lauter, die noch am vergangenen Wochenende scharenweise Touristen an die Feriendestinationen am Roten Meer gelassen hatten, obwohl bereits am 8. März ein deutscher Tourist an Covid-19 gestorben war.

Den ägyptischen Behörden wird vorgeworfen, die Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 zu schönen.

 krone.at
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