24.07.2010 13:19 |

Hagel und Sturm

Schwere Unwetter: Bäume umgestürzt, Keller überflutet

Schwere Hagelunwetter haben am Freitagabend das südliche Burgenland heimgesucht. In Neuhaus am Klausenbach und Minihof-Liebau (Bezirk Jennersdorf) gingen laut Feuerwehr bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner nieder. Zahlreiche Feuerwehrleute aus den umliegenden Ortschaften waren im Einsatz.

In der Nacht auf Samstag erfassten Sturm und Starkregen weite Teile des Burgenlandes. Dem Osten brachte die Kaltfront lebhaften bis starken Wind mit Spitzen um die 90 km/h. Auf der Wiener Jubiläumswarte wurden sogar 104 km/h gemessen. Betroffen waren neben dem Burgenland auch Niederösterreich, Wien und die nördliche Steiermark. Vor allem im Bezirk Neusiedl am See mussten die Feuerwehren mehrmals ausrücken, um überflutete Keller auszupumpen.

Besonders heftig wüteten die Naturgewalten in den Orten Parndorf und Frauenkirchen. Einige Bäume stürzten durch den starken Wind um und mussten durch die Einsatzkräfte von den Fahrbahnen geräumt werden. Der Hagel richtete zudem schwere Schäden in der Landwirtschaft an. Aus Jennersdorf wurden etwa Hagelkörner mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern gemeldet, sagte eine Wetter-Expertin.

Versicherung ortet 2,2 Millionen Euro Schaden
Laut Hagelversicherung richteten die Unwetter in landwirtschaftlichen Betrieben alleine im Südburgenland einen Schaden von 2,2 Millionen Euro an. Bereits Stunden nach den Hagelstürmen machten sich Sachverständige der Österreichischen Hagelversicherung ein Bild von den Verwüstungen. Besonders betroffen war die Gegend um Neuhaus am Klausenbach und Minihof-Liebau im Bezirk Jennersdorf.

Seitens der Versicherung ist von Hagelkörnern "in der Größe von Tischtennisbällen" die Rede, die eine landwirtschaftliche Fläche von mehr als 2.000 Hektar zum Teil komplett verwüsteten. Neben Ackerkulturen wie Mais und Kürbis wurden auch rund 100 Hektar Obst-und Weingärten in Mitleidenschaft gezogen.

Opernaufführungen auf Schloss Tabor nicht in Gefahr
Nach den Hagelstürmen bestehe für die Opernaufführungen auf Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach keine Gefahr, sagte die Produktionsleiterin des "J:opera"-Festivals, Alexandra Rieger. Durch die Hagelkörner seien einige Dachziegel und Lampen zu Bruch gegangen, außerdem habe der Teppich auf der Tribüne ein paar Löcher bekommen (Bild), so Rieger.

Insgesamt seien die Schäden als leicht und oberflächlich einzustufen, sodass weder der Probenbetrieb noch die Aufführungen selbst beeinträchtigt werden. Die Premiere von Bedrich Smetanas Oper "Die verkaufte Braut" werde wie geplant am 5. August über die Bühne gehen, bestätigte die Produktionsleiterin.

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