09.03.2020 06:16 |

„Krone“-Interview

Kärntner in Quarantäne: „Sehe das ganz entspannt“

Seit der Corona-Infektion einer 28-jährigen Völkermarkterin befinden sich, wie berichtet, 14 Kärntner, die mit der Frau in Kontakt standen, in häuslicher Quarantäne. Einer der unter „Hausarrest“ stehenden Kärntner schildert der „Krone“, wie der Quarantäne-Alltag aussieht und was die größten Herausforderungen sind ...

KroneDie wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen?
Betroffener: Mir geht es gesundheitlich wirklich sehr gut, ich fühle mich fit wie eh und je, und auch die Stimmung ist absolut in Ordnung.

Auch wenn das Coronavirus bei Ihnen nicht ausgebrochen ist, wurde über Sie von den Landesbehörden eine 14-tägige häusliche Quarantäne verhängt. Wie stehen Sie zu dieser Vorgehensweise?
Ich sehe das eigentlich ganz entspannt und verstehe natürlich die Vorgehensweise der Behörden - schließlich bin ich ja auch eine der Personen, die mit der Infizierten in Kontakt stehen.

Wie wurde Ihnen mitgeteilt, dass Sie sich in Quarantäne begeben müssen bzw. ein erhöhtes Infektionsrisiko haben?
Eigentlich völlig unspektakulär. Es folgten einige Telefonate, und dann brachte mir ein Polizeibeamter den Bescheid für die Quarantäne vorbei. Das war es eigentlich. Seither hatte ich keinen Kontakt mehr zu den Behörden. Mir wurde lediglich mitgeteilt, dass ich mein Haus bis 18. März nicht verlassen darf. Dann sollte alles wieder vorbei sein.

Dürfen Sie eigentlich Ihren Garten betreten oder generell ins Freie?
Nein, vor die Türe, in den Garten, darf ich nicht. Es wurde mir jedoch erlaubt, zumindest den Balkon zu betreten. So kann auch ich frische Luft schnappen.

Wie sieht Ihr Alltag in der Quarantäne aus?
Eigentlich ganz normal. Bürotechnische Arbeiten kann ich ja über den Computer und das Internet verrichten. Zu essen und zu trinken hab‘ ich noch genug, und auch mein Netflix-Abo wird derzeit voll ausgenützt. Zum Glück sind genügend Filme und Dokumentationen vorhanden.

Was ist für Sie die größte Herausforderung im Quarantäne-Alltag?
Wenn ich ehrlich bin, ist es die Langweile. Auch wenn man genug zu tun hat, bei schönem Wetter würde ich schon gerne in die Natur. Aber dafür freue ich mich auch wieder umso mehr auf die Zeit, wenn ich wieder raus auf die Sonne kann. Und so lange dauert es auch nicht mehr. Vor allem freue ich mich jedoch darauf, meine Familie und Freunde wiedersehen zu können.

Alex Schwab
Alex Schwab
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