22.07.2010 13:10 |

Horror-Camp

D: Täter gestehen Missbrauch in Ferienlager

Nach den sexuellen Demütigungen in einem Ferienlager des Osnabrücker Sportbundes haben drei Beschuldigte Geständnisse abgelegt. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren hätten die vorgeworfenen Taten in vollem Umfang eingeräumt, sagte am Donnerstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ihnen werde Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen. Sie sollen in dem Ferienlager auf Ameland Buben gewaltsam Gegenstände in den After gestoßen haben.

Insgesamt kämen derzeit acht bis 13 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren als Beschuldigte in Betracht, fasste Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer den Ermittlungsstand zusammen. Man gehe von sechs Opfern im Alter von 13 und 14 Jahren aus, die zum Teil mehrfach missbraucht worden seien. Täter und Opfer seien bei dem Ferienlager auf der niederländischen Insel im selben Schlafsaal untergebracht gewesen. Von den insgesamt 40 dort einquartierten Jugendlichen habe die Polizei 25 vernommen.

"Massiv Gewalt angewandt"
Der Oberstaatsanwalt betonte, dass "jeder sexuelle Missbrauch, der mit dem Eindringen in den Körper verbunden ist, nach dem Gesetz eine Vergewaltigung ist". Das gelte auch, wenn der Täter mit einem Gegenstand in sein Opfer eindringe.

In dem Ferienlager hätten die Täter gegen ihre Opfer "massiv Gewalt angewandt", sagte Retemeyer. Die Opfer hätten geschrien, seien unter ihre Betten gekrochen, hätten sich am Bett festgekrallt oder hätten auch versucht, über eine Feuerleiter aus dem Schlafsaal zu fliehen.

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