27.02.2020 18:08 |

Jetzt drei Infizierte

Coronavirus: Nächster Fall in Wien bestätigt

Jetzt gibt es schon drei bestätigte Coronavirus-Patienten in Wien: Wie am frühen Donnerstagabend bekannt wurde, handelt es sich bei dem dritten Fall um die Ehefrau eines bereits bestätigten Infizierten. Auch die Kinder des Paares weisen Krankheitssymptome auf. Die Familie befindet sich ebenso wie der seit Mittag bekannte 72-jährige Covid-19-Patient im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Außerdem traten bei einem Mitglied der Delegation von Außenminister Alexander Schallenberg nach dem Iran-Besuch am Wochenende ebenso typische Symptome auf.

Insgesamt gibt es damit bereits fünf bestätigte Coronavirus-Fälle in Österreich, neben dem Paar in Tirol wurde Donnerstagmittag auch der Fall eines schwer erkrankten 72-Jährigen in Wien und eines weiteren Patienten bekannt. Am frühen Abend wurde mitgeteilt, dass auch dessen Ehefrau infiziert sei. Die Testergebnisse der Kinder sind noch ausständig.

Familie hat „leichte Krankheitssymptome“
Alle vier Personen haben „leichte Krankheitssymptome“. Der Mann hatte sich zunächst zu Hause in Quarantäne befunden. Am Nachmittag wurde die gesamte Familie mit einem sicheren Infektionstransport ins Kaiser-Franz-Josef-Spital auf die dortige 4. Medizinische Abteilung gebracht. Die Familie war laut Krankenanstaltenverbund (KAV) zuvor gemeinsam in der Lombardei im Urlaub gewesen.

Pressekonferenz zu den ersten Coronavirus-Fällen in Wien:

Symptome nach Iran-Reise
Und ein weiterer Verdachtsfall sorgt derzeit für Aufsehen: Ein Delegationsmitglied von Außenminister Schallenberg weist nach der Iran-Reise am vergangenen Wochenende Krankheitssymptome auf. Sein Testergebnis ist noch ausständig. „Wir rechnen mit weiter steigenden Zahlen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Pressebriefing am Donnerstagabend in Wien.

72-Jähriger war schon zehn Tage im Spital
Der 72-jährige Patient in Wien hatte sich bereits seit zehn Tagen im Krankenhaus Rudolfstiftung befunden, er wurde auch auf der Intensivstation behandelt. Zunächst war er als normaler Grippe-Patient eingeliefert worden. Nunmehr sollen stichprobenartig Grippepatienten untersucht werden, „ob hier auch Corona dabei sein kann“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

1000 Testungen pro Tag möglich
Am Nachmittag fand im Bundeskanzleramt ein Treffen mit den Landeshauptleuten, Experten des Gesundheits- und Innenministeriums statt. Die Kapazitäten in den Bundesländern sollen bestmöglich gesteigert werden, sagte Kurz. Insgesamt 1000 Testungen pro Tag seien möglich. Sowohl die Verdachtsfälle als auch die Tests würden täglich mehr werden, meinte der Bundeskanzler.

Bereits Lieferengpässe in Apotheken
Das Coronavirus führt nun auch bereits zu Lieferengpässen in heimischen Apotheken. Atemschutzmasken waren bereits seit geraumer Zeit Mangelware, seit wenigen Tagen sind auch bereits fertige Desinfektionsmittel nicht mehr verfügbar. Apotheken verschaffen sich derzeit Abhilfe, indem sie selbst aus hochprozentigem Alkohol Desinfektionsmittel herstellen

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