17.07.2010 11:04 |

Groß-Razzia

Festgenommene Dealer lebten vom Drogenhandel

Nach dem Polizei-Großeinsatz im Klagenfurter Asylwerberheim – die "Krone" hat berichtet – werden immer mehr Details bekannt: So hätten vier der neun festgenommenen Schwarzafrikaner 2009 schon längst abgeschoben werden müssen und bei einer weiteren Hausdurchsuchung wurde noch Designerkleidung im Wert von 15.000 Euro entdeckt.

Neben der Designerware und mehreren Tausend Euro Bargeld wurden 900 Gramm Heroin und Kokain beim Zugriff Mittwoch früh sichergestellt: "Das ist die Ration, welche die Schwarzafrikaner in zwei bis drei Tagen verkaufen. In ein paar Tagen sind die Lager sicherlich wieder aufgefüllt", so Kripo-Oberst und Einsatzleiter Christian Martinz, für den die Aktion trotz der eher geringen Menge an sichergestelltem Suchtgift ein voller Erfolg war: "Es ist uns gelungen, für Unruhe zu sorgen!"

100 Kunden pro Tag
Kamen an guten Tagen bis zu 100 "Giftler" zum Asylheim, um sich mit Stoff zu versorgen, gibt's jetzt nichts mehr. Martinz: "Eine Drogenkonsumentin erzählte uns im Verhör, dass man in Klagenfurt seit dem Polizeieinsatz keine Drogen mehr kaufen könne. Dem Kriminalisten ist bewusst, dass dieser Zustand von kurzer Dauer ist: "Wir werden aufpassen, dass es zu keiner Verlagerung der Drogenszene nach St. Ruprecht oder in die Innenstadt kommt."

Neben den neun festgenommenen Drogendealern, wovon vier einen negativen Asylbescheid haben und bereits Österreich verlassen müssten, konnten auch fünf weitere Schwarzafrikaner aufgegriffen werden, die ebenfalls illegal im Land sind. Doch abschieben kann man die Schwarzafrikaner auch nicht, denn da sie falsche Identitäten haben, werden sie in ihren Heimatländern nicht anerkannt und können so nicht zurück.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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