15.07.2010 19:23 |

Justiz ermittelt

Neuer Baustellen-Krimi um Betrug und Erpressung

In der Kärntner Baubranche geht es wieder rund! Nach der Verurteilung von Mitgliedern der "Fertighaus-Mafia" (die "Krone" hat berichtet) toben Kärntens Subunternehmer: "Die Hintermänner sind wieder auf Baustellen unterwegs. Und die Justiz schaut tatenlos zu!"

Einer von ihnen wurde nun wieder auf einer Baustelle gesehen – die Behörde hat bereits eingegriffen. "Die Auflagen auf der Baustelle wurden nicht eingehalten. Daher haben wir den Bau gestoppt", erklärt Rudolf König von der Baurechtsabteilung. Weil sich die Arbeiter nicht an das Bauverbot gehalten haben, hat die Behörde die Baustelle nun sogar kurzerhand versiegelt: "Betreten verboten!"

Spannend dabei: Auf dem Bau hat ausgerechnet jener Herr T. das Sagen, dessen Name im Verfahren um die "Fertighaus-Mafia" immer  wieder aufgetaucht ist – ein Zufall? Seine Frau, sie führte offiziell das Geschäft, wurde damals zu bedingter Haft verurteilt: Dutzende Häuslbauer wurden ja um ihr Geld gebracht, 600.000 Euro betrug der Schaden.

Bei der Firma, die für den gestoppten Bau verantwortlich ist, wird bestätigt, dass Herr T. als Bauleiter und als Baukoordinator tätig ist. Von Betrug will man jedoch nichts wissen: "Es ist eher so, dass wir von einem Nachbarn um 30.000 Euro erpresst werden. Daher wurde der Bau auch gestoppt." Der Staatsanwalt bestätigt indes: "Gegen Herrn T. wird derzeit ermittelt."

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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