15.02.2020 11:16 |

Von Kritik „geschockt“

Rückzieher: Doskozils Verlobte tritt Job nicht an

Kehrtwende nur 24 Stunden nachdem bekannt wurde, dass die Verlobte von Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) einen Job als Referentin in seinem Büro bekommen sollte: Sie werde den Job nicht antreten, so die Eventmanagerin Julia Jurtschak am Samstagvormittag. Davor hatte sich heftige Kritik an der Personalentscheidung geregt - Jurtschak zeigte sich davon „enttäuscht und schockiert“.

Die 36-Jährige hätte in jedem burgenländischen Bezirk einen Sozialmarkt aufbauen und Events wie die „Burgenländer des Jahres“ betreuen sollen, so Doskozils Pressesprecher am Freitag. Der Aufbau von Sozialmärkten sei eines der zentralen Projekte der neuen Landesregierung. Der Verdienst als Referentin wurde von Insidern auf rund 5500 Euro brutto im Monat geschätzt.

Entscheidung nach „langem Gespräch“
Nach Kritik von der politischen Konkurrenz und in den sozialen Medien ruderten Doskozil und Jurtschak, die im Mai heiraten wollen, umgehend zurück: „Ich werde meine Stelle als Referentin im Büro des burgenländischen Landeshauptmannes nicht antreten“, hieß es in einem Facebook-Posting Jurtschaks. „Das habe ich gestern nach einem langen Gespräch mit Hans Peter entschieden und ihm auch mitgeteilt.“

„Diese Art der Gehässigkeit hätte ich niemals für möglich gehalten“
„Ich verstehe zum Teil, dass es viele Menschen gibt, die nun glauben, ich hätte diesen Job nur erhalten, weil ich die Verlobte des Landeshauptmanns bin“, so die 36-Jährige weiter. Sie gibt auch Einblick in ihre Gefühlswelt: „Ich will hier kein Geheimnis daraus machen, dass ich über viele Reaktionen und veröffentlichte Meinungen enttäuscht und schockiert bin. Diese Art und Form der Gehässigkeit hätte ich niemals für möglich gehalten.“

Doskozil teilte mit, er respektiere die Entscheidung seiner Verlobten „voll und ganz“. Ihren Schritt könne er „aufgund der Ereignisse seit gestern auch gut nachvollziehen“. Kritik hatte es etwa aus der ÖVP gegeben: Deren stellvertretende Generalsekretärin Gaby Schwarz bezeichnete die geplante Personalie als „nicht nachvollziehbar und aus moralischer Sicht bedenklich“.

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