Aorten-Aneurysma

Zufallsbefund rettet Pensionist (76) das Leben

Eigentlich hätte es nur eine Routineuntersuchung werden sollen, die Josef Pichlmayr (76) aus Ardagger in Niederösterreich zu seinem Radiologen führte. Dabei wurde ein lebensbedrohliches Aorten-Aneurysma festgestellt. Bei den „Lisln“ in Linz wurde er operiert.

„Du sitzt auf einem Pulverfass“, meinte der Radiologe zu Josef Pichlmayr (76). Durch Zufall hatte der Arzt bei einer Routineüberprüfung eine Ausstülpung der Bauchaorta entdeckt, die aufgrund ihrer Größe jederzeit platzen hätte können. Die Gefahr einer tödlichen inneren Verblutung bestand.

Höchste Lebensgefahr also für den Niederösterreicher. Im Bewusstsein der bedrohlichen Erkrankung und auf Anweisung seines Arztes machte er sich sofort auf die Suche nach einem Experten, der die Gefäßschwachstelle behandelt.

Spezialisten lehnten ab
Fünf Spezialisten aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich bestätigten die Dringlichkeit des Eingriffs, keiner von ihnen traute sich diesen aber selbst vorzunehmen. Die Gewebeschwachstelle, die es zu beheben galt, lag an einer sehr unübersichtlichen Stelle, war massiv geschlängelt und erweitert und das Aneurysma reichte bis ins Becken.

Erst Primar Manfred Gschwendtner, Chef der Radiologie des Ordensklinikums Linz Elisabethinen, wagte sich an den komplexen Fall. Mithilfe einer Drahtgewebeprothese konnte Gschwendtner die Gefäßwand von innen verstärken, sodass das Blut nun durch diesen künstlichen Kanal fließt und nicht mehr gegen die geschwächte Stelle drückt. Der schwierige Eingriff dauerte sechs Stunden. Die Gefahr eines Gefäßdurchbruchs ist nun gebannt.

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