Gemeiner Diebstahl

Gedenkstätte für Phillip (19) spurlos verschwunden

Es fällt Thomas S. schwer, ruhig zu bleiben, wenn er von dem Diebstahl erzählt, der ihn und seine Familie tief ins Mark getroffen hat: Die Gedenkstätte für den vor zehn Jahren tödlich verunglückten Sohn Phillip (19) ist verschwunden. „Was sind das bloß für Menschen, die einem so was antun?“, fragt er erschüttert.

Dort, wo im oberösterreichischen Altmünster vor Kurzem noch eine liebevoll gestaltete Gedenkstätte an den tragischen Unfalltod von Phillip erinnert hatte, sind jetzt nur noch ein paar Kieselsteine zu sehen. Die Marmorplatte mit dem eingravierten Namen und dem Geburts- und Todesjahr des 19-Jährigen ist genauso verschwunden wie die Grablaterne und der Steinsockel.

Kein Verdacht
„Wer macht so etwas und was hat das für einen Sinn?“, zermartert sich Vater Thomas S. seither den Kopf. Die Gedenkstätte weiterzuverkaufen sei aufgrund der Gravuren für Diebe schwer möglich. Und Thomas S. kennt auch niemanden, mit dem er sich derart überworfen hätte, dass der sich auf eine solche Weise rächen würde. „Wir sind alle nur traurig und das Herz tut uns weh’“, sagt der Unternehmer, der gerade in Bad Ischl eine Reha absolviert.

Strafanzeige
Es waren die Großeltern, die am Montag den Frevel entdeckt und Strafanzeige bei der Polizei Altmünster erstattet hatten. „Sie waren zur Unfallstelle gekommen, weil sie das Glas der Grablaterne austauschen wollten, das zerbrochen war“, so Thomas S. Das sei am 16. Jänner aufgefallen, die Gedenkstätte war damals insgesamt etwas verwüstet. „Wir dachten, dass das nur ein Reh war, das sich ein wenig verfangen hat. Doch vielleicht war das kein Zufall?“

Jürgen Pachner und Lisa Stockhammer/ Kronen Zeitung

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