05.02.2020 15:07 |

Panne vor Neuseeland

OMV kappte aus Versehen eigene Bohrleitung

Die OMV, die in Neuseeland Öl- und Gasbohrungen plant, hat der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge einen Unfall im Great South Basin verursacht. Demnach wurde ein sogenannter Blowout-Preventer - ein Sicherheitssystem, das bei Bohrungen angewendet wird - unabsichtlich aktiviert und kappte die Bohrleitung. Öl und Gas sind dabei laut OMV nicht entwichen.

„Dieser Unfall zeigt, dass die OMV komplett unvorbereitet auf die Tiefseebohrungen ist und selbst bei den Vorbereitungen komplett versagt“, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich. „Öl- und Gasbohrungen sind niemals sicher. Die OMV will in ähnlichen Tiefen bohren, in denen auch BP mit der Deepwater Horizon tätig war. Damals kam es zu einer der schlimmsten Ölkatastrophen in der Geschichte. Die Ölpest kostete Hunderttausende Meerestiere das Leben.“

Die ungefähre Lage des OMV-Bohrgebietes im Great South Basin

Das Great South Basin gilt als Hotspot der Artenvielfalt und beheimatet unter anderem seltene Neuseeländische Seelöwen, Buckelwale und Pottwale.

Greenpeace fordert OMV-Rückzug aus Neuseeland
Bereits vor dem Start der Bohrungen kam es zu Protesten gegen das Vorhaben der OMV. Der Vorfall zeigt sowohl die ökologischen als auch die finanziellen Risiken der Bohrpläne. Greenpeace fordert von dem Ölkonzern, sich aus den neuseeländischen Gewässern zurückzuziehen.

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