20.01.2020 20:40 |

Waren in der Türkei

Kinder von IS-Anhängerinnen nach Belgien gebracht

Vier Kinder zweier belgischer IS-Anhängerinnen sind von der Türkei nach Belgien gebracht worden. Die Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren seien am Montag am Brüsseler Flughafen angekommen und dann für medizinische Untersuchungen in ein Antwerpener Krankenhaus gebracht worden, erklärte die Antwerpener Staatsanwaltschaft. Zwei weitere jüngere Kinder befinden sich demnach weiterhin zusammen mit ihren Müttern in einem türkischen Gefängnis.

Die beiden Frauen aus Antwerpen sind den belgischen Behörden bekannt: Weil sie sich wiederholt nach Syrien abgesetzt und dort dem IS angeschlossen hatten, wurden sie im November 2018 zu je fünf Jahren Haft verurteilt.

Kinder waren zuvor in Heim untergebracht
Die Kinder waren laut Staatsanwaltschaft seit „einiger Zeit“ in einem Kinderheim in der Türkei untergebracht gewesen. Über die belgische Botschaft hätten sie die nötigen Dokumente für die Reise nach Belgien erhalten.

Die türkischen Behörden schicken bereits seit einiger Zeit mutmaßliche ausländische IS-Anhänger in deren Heimatstaaten zurück. Schon mehrfach kamen dadurch auch mutmaßliche Dschihadisten in Deutschland an, teils mit ihren Familien.

Auch Österreich holte IS-Kinder heim
Mehrere Länder haben auch begonnen, Kinder von Islamisten mit ihrer Staatsangehörigkeit aus Syrien zurückzuholen, darunter auch Österreich. Dies erfolgte aus humanitären Gründen, teilweise mit und teilweise ohne ihre Eltern. Laut UNO wird die Rückholung von Kindern oftmals durch fehlende offizielle Dokumente zur Identitätsklärung erschwert.

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