Umfrage

Ältere stört Handy-Kontrolle durch ihre Kinder

Die Generation 65+ will sich nicht von den eigenen Kindern per Smartphone überwachen lassen. Das ergab eine Umfrage von emporia Telecom aus Linz. Für den Arzt oder in Notlagen würden sie aber einem Zugriff auf das Handy zustimmen. Altenbetreuerin Olga Neundlinger hält überhaupt wenig von der Betreuung am Handy.

Der Linzer Senioren-Handy-Hersteller emporia hat die Studie „Smart im Alltag“ bei 1500 Seniorinnen und Senioren in Auftrag gegeben. Mehr als 80 Prozent der Befragten aus der Generation 65+ widerstrebt zu viel Einblick in ihr Leben über das Smartphone. „Kontrolle wird offensichtlich nur dann akzeptiert, wenn sie durch medizinisches Fachpersonal erfolgt, aber nicht, wenn das die eigenen Kinder machen“, fasst emporia-Chefin Eveline Pupeter zusammen.

Notfallknopf ist gefragt
Bei medizinischen Notfällen sind zwei Drittel der Senioren an Bewegungssensoren am Smartphone interessiert, die Hilfe herbeiholen. „Stark nachgefragt wird der Notfallknopf, in dem fünf Telefonnummern gespeichert werden können. Etwa vom Sohn, vom Arzt oder der Rettung. Wenn man drei Sekunden draufbleibt, werden diese Nummern gewählt, bis jemand abhebt“, erklärt emporia-Sprecher Walter Deil. „Das System erkennt sogar Anrufbeantworter und wählt weiter.“

Generation Festnetz
Skeptisch ist Olga Neundlinger vom Pflegedienst „Betreuungsperlen“ in Leonding: „80 Prozent unserer Kunden sind, wenn etwas passiert, so überfordert, dass sie auf den Notfallknopf vergessen.“ Ihre Klientel der über Achtzigjährigen sei „Generation Festnetz“.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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