Sex-Bilder

Schwestern kämpfen gegen einen Internet-Unhold

Den Kampf gegen einen 45-jährigen Internet-Unhold, der wegen seiner Umtriebe auch schon verurteilt wurde, haben zwei Schwestern (41, 49) aus den Bezirk Linz-Land aufgenommen, nachdem die Ältere in eine seiner Fallen getappt war. Mit Gewinn-Versprechen lockt der Mann Sex-Bilder heraus, Dutzende Frauen sind betroffen.

Mit zumindest fünf verschiedenen Namen ist der 45-Jährige, der in Österreich nicht mehr gemeldet ist, aber aus Korneuburg (NÖ) stammt, alleine auf Facebook aktiv, betreibt private, geschlossene Gruppen. „Ich wurde über eine Bekannte hinzugefügt“, erzählt die 49-Jährige aus dem Großraum Traun, die aus Angst unerkannt bleiben will.

Mit „reichen Unternehmer“ getroffen
„Am Anfang hab’ ich nur mitgeschaut und -gelesen“, erzählt die Frau, die dann aber Vertrauen fasste, private Nachrichten schrieb, sich sogar mit dem „reichen Unternehmer“ - der etwa vorgaukelte, einen Radiosender zu gründen oder in Wien ein Hotel kaufen zu wollen - traf. Für ein Gewinnspiel schickte sie „sexy Selfies“ an den Verdächtigen - und „gewann“ ein Auto. Doch darauf wartet sie seit einem Jahr, auch anderen Frauen aus den Gruppen geht es so. Viele haben Sex-Bilder von sich geschickt, fühlen sich jetzt erpressbar.

„Ausreden parat, wenn‘s nicht klappt“
„Er verspricht alles mögliche, hat aber immer Ausreden parat, wenn’s nicht klappt“, sagt die 49-Jährige, die mit Hilfe ihrer Schwester die Umtriebe stoppten will. Juristisch ist es nicht einfach, da Gewinn-Versprechen zivilgerichtlich eingeklagt werden müssten und für eine Betrugsanzeige ein Schaden nachweisbar sein muss. Inzwischen sind die „Loungen“, in denen der Verdächtige auf Frauen- und Männerfang ging, geschlossen. Und die Finanzpolizei hat auch Interesse am Fall. „Auf der Facebook-Seite ,Realität im Netz‘ können sich Opfer melden“, sagen die Schwestern, die hoffen, das Treiben beenden zu können.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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