14.01.2020 11:32 |

Im Auto zum Drugstore

So sieht Meghans neue Freiheit in Kanada aus

Herzogin Meghan und Prinz Harry haben von der Queen den Segen bekommen, ihr eigenes Leben außerhalb der Krone zu führen. In Kanada wollen die Sussexes mit ihrem Baby Archie zur Ruhe kommen und ihre Zukunft als eigenständige Unternehmer in Angriff nehmen. Für die Noch-Herzogin hat dort der Alltag bereits begonnen. Wie vor vielen Jahren als Schauspielerin in einem Chips-Werbespot wird sie nun als ausgestiegene Royal beim Einkaufen im Drugstore angetroffen. 

Während Prinz Harry beim Familienrat mit seiner Großmutter Königin Elizabeth II., seinem Vater Prinz Charles und seinem Bruder Prinz William in der Bibliothek von Schloss Sandringham saß, war seine Ehefrau Meghan in Kanada. und wartete auf den Anruf von Harry. Telefonisch zu den Gesprächen zugeschalten wurde sie nicht. Das habe die Königin so entschieden, da es "nicht notwendig" war, heißt es.

Die 38-jährige US-Amerikanerin war bereits einen Tag, nachdem sie und Prinz Harry in Großbritannien bekannt gegeben hatten, dass sie das Königshaus verlassen, nach Kanada zu ihrem Kind Archie zurückgeflogen, das sich dort in der Obhut eines Kindermädchens befand.

Spaziergänge und Ausfahrten
Wie das US-Portal „Eonline“ berichtet, lebt sie derzeit noch in der Villa Mille Fleur auf Vancouver Island, in der sie gemeinsam mit Harry und ihrem Kind Weihnachten gefeiert hat. Das Anwesen, das einem geheimnisvollen Oligarchen gehören soll und ihr auf Vermittlung des befreundeten Musik-Moguls David Foster zur Verfügung gestellt wurde, soll 12,5 Millionen Euro Wert sein. 

Auf dem die Villa umgebenden weitläufigen Waldgelände mit Seezugang unternehme sie Spaziergänge mit Archie und ihren Hunden, heißt es. „Sie ist viel zu Hause, aber so um die Mittagszeit treibt es sie immer nach draußen“, plauderte ein Beobachter aus. Sie setze sich dann in ihren Range Rover und düse in die Stadt, um Besorgungen zu erledigen. Sicherheitsbeamte seien dabei aber immer in ihrer Nähe und würden in einem separtaten Wagen hinter ihr herfahren. 

Einkaufen als Nicht-Royal
So wurde die ehemalige „Suits“-Darstellerin am Sonntag beobachtet, wie sie in der nahen Stadt herum fuhr und bei einem Drugstore-Parkplatz einbog, um Einkäufe zu machen. Einwohner der Gegend warten nun drauf, sie regelmäßig im Supermarkt anzutreffen.

Bilder aus einem Werbespot aus dem Jahr 2009, als Meghan Markle noch eine ganz unbekannte Schauspielerin war, zeigen, wie das aussehen könnte, wenn die Duchess mit dem Einkaufswagerl durch die Gänge schlendert und Lebensmittel für sich, Baby Archie und Ehemann Harry zusammensucht.

Doria Ragland ist „erleichtert“
Wann Prinz Harry zu seiner Familie stößt, wurde nicht bekannt. Angeblich soll aber Herzogin Meghans Mutter Doria Ragland, die schon zu Weihnachten bei ihrer Tochter war, nach Vancouver geflogen ein. „Meghan ist zum Flughafen gefahren und hat jemanden abgeholt, der wie ihre Mutter aussieht“, wurde ein Zeuge zitiert. Die 63-jährige amerikanische Sozialarbeiterin und Yoga-Lehrerin soll „erleichtert“ darüber sein, dass das Köngishaus ihre Tochter und ihren Schwiegersohn ziehen lässt.

Klärendes Gespräch
Königin Elizabeth II. hatte am Montag nach dem klärenden Gespräch mit ihrem Enkel mitgeteilt, den Wunsch des Paares nach mehr Freiheit voll und ganz zu unterstützen. Auf dem Krisengipfel der Royals wurde Harry und Meghan eine „Übergangsperiode“ gewährt, in der sie sich zurückziehen und in Großbritannien und Kanada leben dürften. Endgültige Entscheidungen sollten „in den kommenden Tagen“ getroffen werden, erklärte die Königin. Es bleibe noch viel zu tun, da „komplexe“ Fragen geklärt werden müssten.

„Wunsch nach unabhängerigern Leben“
Die Queen war am Montag mit ihrem Sohn und Thronfolger Charles und dessen beiden Söhnen William und Harry zu einem Krisengipfel auf Schloss Sandringham zusammengekommen, um über die künftige Rolle von Harry und Meghan zu beraten. Die beiden hatten am vergangenen Mittwoch erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unabhängiger leben zu wollen.

„Obwohl wir sie lieber weiter als Vollzeitmitglieder der königlichen Familie gesehen hätten, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch nach einem unabhängigeren Leben als Familie, bei dem sie ein wertvoller Teil meiner Familie bleiben“, erklärte die Königin. Harry und Meghan hätten deutlich gemacht, dass sie von öffentlichen Geldern unabhängig sein wollten, deshalb sei eine „Übergangsperiode“ beschlossen worden.

Zitat Icon

Obwohl wir sie lieber weiter als Vollzeitmitglieder der königlichen Familie gesehen hätten, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch nach einem unabhängigeren Leben als Familie, bei dem sie ein wertvoller Teil meiner Familie bleiben.

Queen Elizabeth II.

Palast kalt erwischt
Die knappe Erklärung von Harry und Meghan hatte einen wahren Sturm der Entrüstung ausgelöst und das Königshaus in eine Krise gestürzt. Medienberichten zufolge hatte das Paar weder die Königin noch Harrys Vater Charles vorab in seine Entscheidung eingebunden, der Palast sei kalt erwischt worden.

Kanada denkt über Kostenübernahme nach
Die Ankündigung des Herzogs und der Herzogin von Sussex ließ viele Fragen unbeantwortet. Offen war unter anderem, wie viel Geld die beiden künftig noch von Prinz Charles erhalten - bisher finanziert der Thronfolger aus seinem Privatvermögen laut Presseberichten 95 Prozent von Harrys Etat. Es ist für das Paar jedoch nicht so einfach, eigenes Geld zu verdienen, ohne in Interessenskonflikte zu geraten. Geregelt muss auch werden, wer künftig für die Kosten seiner Leibwächter aufkommen soll - und ob es seine royalen Titel behalten wird.

Berichten zufolge denkt die kanadische Regierung darüber nach, ob sie den Schutz des prominenten Paares übernimmt. „Ich denke, das ist Teil der Überlegungen, die nötig sind, und dazu laufen Gespräche“, sagte Premierminister Justin Trudeau dem kanadischen Fernsehsender Global.

„Viele Gespräche nötig“
Noch ist demnach völlig offen, ob Kanada die Kosten für die Schutzmaßnahmen für Harry und Meghan übernimmt. „Wir sind nicht völlig sicher, wie die endgültige Entscheidung aussehen wird“, sagte Trudeau. Es seien noch „viele Gespräche nötig“. Grundsätzlich unterstützten die Kanadier es aber sehr, dass das Paar teils in ihrem Land leben wolle.

Zuvor hatte der kanadische Finanzminister Boll Morneau britische Presseberichte zurückgewiesen, wonach Trudeau der britischen Königin Elizabeth II. zugesagt habe, dass Kanada die Sicherheitskosten für Harry und Meghan übernehmen könne. „Wir haben keine Zeit damit verbracht, über dieses Thema nachzudenken“, sagte Morneau. Als Mitglied des von der Queen angeführten Commonwealth wolle Kanada allerdings „eine Rolle spielen“. Als Commonwealth-Mitglied hat auch Kanada die Queen als Staatsoberhaupt.

Kosten von einer Million Euro
Kanadischen Medien zufolge dürfte der Schutz von Harry, Meghan und ihres Sohns Archie jährlich rund 1,7 Millionen kanadische Dollar (eine Million Euro) kosten. Den britischen Medienberichten zufolge will sich Kanada mit umgerechnet 584.000 Euro pro Jahr daran beteiligen. Bei den bisherigen Besuchen von Mitgliedern des britischen Königshauses haben sich traditionell immer auch die kanadischen Steuerzahler an den Kosten der Sicherheitsmaßnahmen beteiligt.

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