10.01.2020 16:40 |

Trotz guter Auslastung

Laudamotion rechnet mit 90 Millionen Euro Verlust

Die Billigairline Laudamotion wird laut Angaben des Mutterkonzerns Ryanair im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 90 Millionen Euro machen. Schuld sei vor allem der Preiskampf am Flughafen Wien. Gespart werde nun bei den Mitarbeitern. In einem Schreiben von Laudamotion-Chef Andreas Gruber hieß es, dass die Mitarbeiter bereits ab dem 1. April für die Nutzung der Parkplätze am Flughafen Wien, medizinische Untersuchungen und etwa bei Ersatzuniformen zur Kasse gebeten werden sollen. Im Gegenzug soll es für die Laudamotion-Angestellten allerdings eine jährliche Sonderzahlung in der Höhe von 360 Euro geben.

Außerdem fallen Neueinstellungen seit 1. Jänner nicht mehr unter den österreichischen Kollektivvertrag und werden seit ein paar Wochen über die heimische Zweigniederlassung der Leiharbeitsfirma Crewlink Ireland angestellt. Trotz der Änderung versicherte Gruber den Mitarbeitern in einem Rundschreiben, dass die Änderung keine Gehaltseinbußen verursachen solle. Die Airline war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten, zum Beispiel weil man Mitarbeitern besonders niedrige Löhne zahlte, die nur 100 Euro über der Mindestsicherung lagen.

Verlust wird durch Ryanair abgedeckt
Sobald das Unternehmen Gewinn machen würde, wäre Laudamotion dazu in der Lage, Lohnerhöhungen beim fliegenden Personal vorzunehmen. Der nun zu erwartende Verlust werde vollständig durch die Muttergesellschaft abgedeckt, so der Laudamotion-Geschäftsführer. Das Passagieraufkommen sei im noch bis März laufenden Geschäftsjahr bei 6,5 Millionen Euro gelegen, jedoch wären die Ticketpreise um 15 Euro günstiger gewesen als geplant.

Mutterkonzern rechnet mit einer Milliarde Gewinn
Deutlich bessere Nachrichten vermeldet indes die Laudamotion-Muttergesellschaft: Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März dürfte der Überschuss von Ryanair 950 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro erreichen, teilte das irische Unternehmen am Freitag mit. Insgesamt rechnet die zweitgrößte Billigairline der Welt im laufenden Geschäftsjahr mit 154 Millionen Passagieren.

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