16.12.2019 16:20 |

18 Tote, 2 Vermisste

Vulkan-Tragödie: Neuseeland trauert und schweigt

Eine Woche nach dem verheerenden Vulkanausbruch auf White Island hat Neuseeland in einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Um 14.11 Uhr Ortszeit herrschte am Montag in Geschäften und an Arbeitsplätzen im ganzen Land Stille - genau sieben Tage nach dem Ausbruch auf der Vulkaninsel, durch den nach offiziellen Angaben mindestens 18 Menschen ums Leben kamen. Nach zwei Leichen wird noch gesucht.

Trauernde Angehörige wurden für die Schweigeminute mit Booten in die Nähe der Insel gebracht. Im Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Wellington, in dem sich auch der Amtssitz der Regierung befindet, unterbrach Premierministerin Jacinda Ardern für die Schweigeminute eine Kabinettssitzung. „Unsere Gedanken sind weiterhin bei den Familien derjenigen, die gestorben sind oder verletzt wurden“, sagte Ardern.

Ardern warnt vor vorschnellen Schlüssen
Nach dem Unglück war Kritik an den Bootsausflügen auf die Vulkaninsel laut geworden - zumal die Warnstufe für den White-Island-Vulkan erst einige Tage zuvor angehoben worden war. Die Frage, ob die Katastrophe verhindert werden hätte können, könne aber nicht in naher Zukunft beantwortet werden, warnte Ardern. Eine Untersuchung der Arbeitsschutzbehörde könne ein Jahr dauern, und auch die Arbeit der Gerichtsmediziner sei langwierig. „Sie müssen ihre Arbeit richtig machen können“, sagte die Premierministerin.

16 Touristen und zwei Reiseführer tot, zwei Vermisste
Bei den bisher offiziell registrierten Todesopfern handelt es sich um 16 Touristen und zwei Reiseführer. Zu den Toten gezählt werden auch zwei Vermisste, deren Leichen bisher noch nicht gefunden wurden. Am Freitag hatten Elitesoldaten in einem hochriskanten Einsatz sechs Todesopfer von der Insel geborgen. Eine zweite Suchaktion am Sonntag blieb erfolglos. Am Montag suchten Taucher und Hubschrauber erneut das Meer um die Insel ab.

Zahlreiche Verletzte noch immer in Lebensgefahr
26 Verletzte werden nach Behördenangaben noch in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt. Die meisten von ihnen befinden sich wegen schwerster Verbrennungen weiter in Lebensgefahr. Die Brandverletzungen sind so schwer, dass Neuseeland nach Angaben von Medizinern Haut für Transplantationen aus dem Ausland einführen musste.

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