13.12.2019 14:08 |

Dubai, Panama, Kanaren

Wirbel um Minister-Flüge mit neuen Armeejets

Las Vegas, Panama, Dubai, Malta und die Kanaren waren unter den Zieldestinationen von vier neu erworbenen Luxusjets der ungarischen Armee in den vergangenen zwei Jahren. Diese ungewöhnlichen Flugreisen des Ministerpräsidenten Viktor Orban und mehrerer seiner Minister sorgen jetzt für Wirbel. Denn die zwei Airbusse A-319 und zwei Dassault Falcons gelten eigentlich nicht als Regierungsflieger.

Das Verteidigungsministerium hatte den Erwerb dieser Maschinen zuvor ausschließlich für militärische Zwecke deklariert. Nach einem Bericht der ungarischen Enthüllungsplattform Atlatszo wurde auf Anfrage des Portals hvg.hu letztlich eine Liste mit den Namen der Passagiere bekannt gegeben. An Bord waren demnach neben Orban Außenminister Peter Szijjarto, Innenminister Sandor Pinter und auch Staatspräsident Janos Ader gesessen.

Teuerster Flug kostete mehr als 91.000 Euro
Über die konkreten Ziele dieser Flüge sowie anfallende detaillierte Kosten schweigt sich das Ministerium aus, wie hvg.hu vermeldete. Laut dem Portal seien Spitzenpolitiker zwischen Juli 2018 und Oktober 2019 an 80 verschiedene Ziele geflogen. Der teuerste Flug soll nahezu 30 Millionen Forint (rund 91.000 Euro) gekostet haben.

Die oppositionelle Demokratische Koalition forderte ihrerseits Informationen von Verteidigungsminister Tibor Benkö darüber, zu welchem Zweck die Maschinen der Armee mit Politikern an Bord an „exotische Ziele, in Casinostädte und Steuerparadiese“ geflogen waren.

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