Mit ihnen entstand in der Bundeshauptstadt ein System der flächendeckenden ambulanten Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das leerte die Psychiatrie-Kliniken und führte zu einer drastischen Reduktion von Zwangseinweisungen.
Rudas wurde am 27. Mai 1944 in Budapest geboren. Mit seinen Eltern übersiedelte er nach Wien, wo er das Gymnasium besuchte, Medizin studierte und die Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie absolvierte. Nachdem er 1977 vom damaligen Wiener Gesundheitsstadtrat Alois Stacher (SPÖ) zum Psychiatriebeauftragten ernannt worden war, erstellte der Experte 1979 den ersten Psychiatrie-Zielplan Wiens und schuf die Psychosozialen Dienste. Ab 1980 war Rudas Chefarzt der PSD, er ging Ende 2009 in Pension. Rudas hinterlässt seine Frau Holle und zwei Kinder, von denen Tochter Laura - mittlerweile Bundesgeschäftsführerin der SPÖ - in die Politik ging.
Neben seiner medizinischen Tätigkeit engagierte sich der Arzt jahrzehntelang als Anwalt der Menschen mit psychischen Leiden und wollte - so seine Worte - dem "unsichtbaren Organ Seele" in der Gesellschaft mehr Beachtung verschaffen. In öffentlichen Stellungnahmen bekämpfte er die Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Kranker.
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