Run auf neues Studium:

JKU gibt Artificial Intelligence Sicherheitsgurt

Der Hype um die Artificial Intelligence beflügelt auch die JKU: Das neu eingeführte Studium startet mit zirka 430 Studentinnen und Studenten, zirka, weil dieser Tage noch eine Nachfrist läuft. In Linz bekommt die Künstliche Intelligenz auch eine Art „Sicherheitsgurt“ aus aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Rektor Meinhard Lukas bringt dieses Anliegen so auf den Punkt: „Technologisch ist natürlich alles machbar, siehe die  Nutzung der Atomenergie. Aber was wollen wir, was dürfen wir und wie nützt das der Gesellschaft?“

Die JKU bietet als eine der ersten Universitäten europaweitein Artificial Intelligence-Studium an, das die AI-Kernkompetenz Machine Learning und insbesondere den Bereich Deep Learning vermittelt. AI-Pionier Sepp Hochreiter und seine Kolleginnen und Kollegen führen die Studierenden ab diesem Wintersemester 2019/20 in die modernen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz ein. Knapp 280 Studierende sind ins Bachelorstudium eingestiegen, fast 160 fangen direkt im Master-Programm an.

Nicht nur die Technik steht im Mittelpunkt
Den Machern in Linz, angefangen bei Rektor Meinhard Lukas, ist dabei Eines besonders wichtig: Die Studierenden sollen sich die KI nicht nur mathematisch, technisch und programmierend erarbeiten. Sondern sich, in vielen „Soft Skills“-Veranstaltungen, auch tiefgründiger mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhangs auseinandersetzen. Was ist der gesellschaftliche Mehrwert vonKI? Wo ist der Nutzen für uns alle? Und wo sind die letzten, wirklich zu respektierenden Grenzen?

Haftung für Unfälle beim autonomen Fahren?
Diese Ergänzungen zum technischen Zugang gehen bis hin zur Robopsychologie, anknüpfend an die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, und zu ethischen sowie rechtlichen Fragestellungen. Ein Beispiel dafür: Wer haftet für einen Unfall mit einem autonom fahrenden Fahrzeug?

Impulse für den Wirtschaftsstandort
Auch die Politik fiebert mit dem neuen Studium an der JKU mit: „Damit wird ein wichtiger Impuls gesetzt, die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich zu stärken“, sagt etwa LH Thomas Stelzer. zu dieser Aufwertung des AI-Hotspots, den es an der JKU schon länger gibt. Damit strahlt die Uni ohnehin weit über die Landesgrenzen.

KI-Vorträge auch für Nicht-Studenten
Aber auch Nicht-Studenten gibt die JKU gerne Einblick in Themen- und Fragestellungen der KI, nämlich mit der „Lecture Series Artificial Intelligence“: Hier tragen Sprecher (vorwiegend externe) aus verschiedenen Disziplinen zum Thema AI vor (alle Vorträge auf Englisch). Jüngst war ein Sprecher von AlgorithmWatch (Berlin) zu Gast. Am 10. Dezember kommt Gerfried Stocker vom Ars Electronica. Die anderen Vorträge sind heuer zu den Themen Machine Learning, Computer Vision, etc. Einen Überblick finden Sie hier.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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