04.12.2019 06:01 |

„Lösung muss her“

Gymnasiasten auf mühsamer Wanderschaft

Im Rainergymnasium in Wien ist Platz Mangelware. Der Standort ist dermaßen beliebt, dass mehr Schüler aufgenommen wurden, als Raum war. Daher müssen einige Jugendliche in die rund 750 Meter entfernte Castelligasse ausweichen - sehr zum Ärger vieler Eltern.

Mehrmals in der Woche müssen Schüler ihr Gymnasium in der Rainergasse verlassen und in die Castelligasse pilgern. Das Problem: Die Schule ist rund 750 Meter entfernt und manche wandernden Schüler fallen so um Pausen um. „Mein Sohn kann auch seinen Spind nicht benützen, da er seine Sachen quasi immer mit sich herumtragen muss. Es muss endlich eine Lösung her“, so eine erboste Mutter.

Mehr Anmeldungen als eigentlich vorgesehen
In der zuständigen Bildungsdirektion kennt man die Angelegenheit und beruhigt. Laut zuständiger Stelle der Stadt ist die jetzige Situation ein Zusammenspiel unglücklicher Umstände. Zum einen haben sich im Februar 2018 mehr Schüler angemeldet als jemals zuvor. Um niemanden abweisen zu müssen, wurde kurzfristig die Castelligasse angemietet.

Zum anderen seien die Wanderklassen nur als kurzfristige Lösung gedacht gewesen, da das in der Rainergasse benachbarte ehemalige Finanzamt ins Gymnasium eingegliedert werden sollte. Doch dort ist derzeit noch die HAK Hetzendorf untergebracht, da sich die Sanierung ihrer Schule bis Sommer 2020 verzögert.

Unterirdische Turnsäle
Es gibt aber auch gute Nachrichten: „Ab September 2020 steht jedenfalls das ehemalige Finanzamt in der Kriehubergasse für Klassen der AHS Rainergasse zur Verfügung“, so Martin Kapoun von der Bildungsdirektion. Durch die rege Wohnbautätigkeit in der Nachbarschaft wird das Gymnasium immer beliebter. Daher soll es unter anderem mit mehreren unterirdischen Turnsälen ausgebaut werden. Ein Architekturwettbewerb ist in Vorbereitung.

Philipp Stewart, Kronen Zeitung

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