Prozess in Ried

Nach Ermahnung riss Raser seinen Freund in den Tod

„Es tut mir alles so furchtbar leid, ich weiß nicht, was ich sagen soll“ - weil er im Drogen- und Alkorausch in Taufkirchen an der Pram in Oberösterreich einen Unfall verursacht und einen 21-jährigen Schärdinger in den Tod gerissen hatte, fasste der 20-jährige Angeklagte in Ried im Innkreis 15 Monate teilbedingte Haft aus. Nicht rechtskräftig.

„Er sagte, er solle langsamer fahren. Das war wenige Augenblicke vorm Unfall“, sagt jene 17-Jährige, die beim Unfall am 7. Juli dieses Jahres im Wagen gesessen war, vor Richterin Claudia Lehner. Der Mahner war Philipp K., der ein halbes Jahr zuvor Papa einer Tochter geworden war und sich mit drei anderen Innviertlern nach dem Fortgehen in Schärding im Audi A4 am Steuer abgewechselt hatte. Und der im Wrack starb.

„Pechvogel“
„Es haben sich alle ins Auto gesetzt. Mein Mandant war der Pechvogel, der den Unfall verursacht hatte“, sagt Verteidigerin Tanja Baminger-Dvorak. Dass er zu viel getrunken hatte, gestand der Schärdinger, der zum Unfallzeitpunkt keinen Führerschein hatte, ein - 1,75 Promille.

„Nehme keine Drogen“
Dass die Droge Speed im Blut nachgewiesen wurde, konnte er nicht verstehen, beteuerte, „nichts zu nehmen“. Beim Unfall war der Wagen mit etwa Tempo 145 viel zu schnell, rammte ein Marterl, einen Baum und ein Buswartehäuschen. Das nicht rechtskräftige Urteil wegen grob fahrlässiger Tötung: 15 Monate Haft, davon fünf unbedingt - eine Fußfessel ist denkbar.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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