21.11.2019 07:02 |

„Eine Tragödie“

Unwetter: Tierisches Leid durch Sturmtief-Serie

Muren, Lawinen und Überschwemmungen: Die Serie an Adriatiefs sorgte in Oberkärnten und Osttirol für Millionenschäden und menschliche Tragödien. Doch auch die Tierwelt litt in zerstörten Ställen und Wäldern. Im Kärntner Gurktal etwa wurden Hühner von den Fluten mitgerissen, im Mölltal mussten Ziegen aus den Trümmern gerettet werden.

In Rakowitzen bei Stall im Mölltal zerstörte eine Mure einen Unterstand, in dem sich zwei Ziegen befanden. „Die Tiere überlebten das Unglück in den Trümmern. Gemeinsam mit Nachbarn konnten wir die Ziegen befreien“, schildert Claudia Taurer. Die Mölltalerin brachte neben den geretteten Ziegen auch ein Pferd eines benachbarten Landwirtes in ihrem Stallgebäude unter.

Rettungsaktion für 150 Schweine
In einer riskanten Rettungsaktion wurden oberhalb von Stall auf dem Stiefelberg 150 Schweine aus einem abgerutschten Stallgebäude, das einzustürzen droht, geholt. Weil auch die Güllegrube des Anwesens mit 180.000 Litern brechen könnte, mussten mehrere darunterliegende Wohnhäuser evakuiert werden.

„Bei uns in Oberkärnten funktioniert die Nachbarschaftshilfe. In Notsituationen hilft man sich rasch und unkompliziert“, so Taurer. Auch im Gurktal funktionierte diese gegenseitige Hilfe perfekt: Nachdem der Alexejew-Hof in Gurk überflutet worden war, nahm ein benachbarter Bauer sofort alle Kälber und Kühe bei sich am Hof auf.

Wassermengen rissen Tiere mit
Weniger Glück hatten hingegen die Hühner, Enten und Gänse von Stefanie Andric in Straßburg: Die Tiere wurden teils samt ihrer Ställe von den wilden Wassermassen der Gurk mitgerissen: „Es ist einfach eine Tragödie!“, schluchzt die betroffene Gurktalerin.

Wildtier-Spezialist Dietmar Streitmaier von der Natur- und Wildstation Kärnten versucht unterdessen, einem zerrupften Uhu (siehe Foto oben) das Leben zu retten. „Der Nachtgreifvogel hatte sich in einem Zaun verfangen und war Regen und Sturm völlig ungeschützt ausgeliefert. Der Uhu erlitt dabei schwerste Verletzungen, hoffentlich gelingt es mir, ihn gesundzupflegen.“

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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