24.11.2019 06:00 |

„Fühlt sich sexy an“

Jennifer Aniston: Kämpferisch wie nie zuvor

Mit der Kult-Serie „Friends“ wurde sie vor genau 25 Jahren weltberühmt. Nun nutzt Jennifer Aniston ihre Popularität, um in einer neuen Rolle gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch aufzutreten.

Das Timing läuft für sie bestens. Denn gerade jetzt, im Alter von 50 Jahren, fühlt sich die US-Schauspielerin Jennifer Aniston, als sei sie in der kreativsten Phase ihrer bisherigen Karriere angelangt. Sie scheut nicht davor zurück, auch öffentlich für Werte zu kämpfen und Missstände aufzuzeigen.

Deshalb kam ihr die neue Serie „The Morning Show“, die man seit Kurzem auf Apple TV+ sehen kann, wie gerufen: Aniston verkörpert darin nicht nur eine Rolle - gemeinsam mit ihrer Freundin Reese Witherspoon (43) agiert sie auch als Produzentin.

In dem bereits viel gelobten Fortsetzungsdrama spielt Aniston eine ehrgeizige Nachrichtenmoderatorin (Alex Levy). Deren Kollege vor dem Bildschirm (dargestellt von Steve Carell) sieht sich plötzlich mit dem Vorwurf von Sexismus, Altersdiskriminierung und Machtmissbrauch konfrontiert.

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"Es war, als ob das Universum darum gefleht hätte, dass diese patriarchalische Gesellschaft entlarvt wird."

Jennifer Aniston

Aniston verweist ob des Inhalts auf aktuell grassierende Probleme in der Arbeitswelt. „Es war, als ob das Universum darum gefleht hätte, dass diese patriarchalische Gesellschaft entlarvt wird“, formulierte sie gegenüber der Zeitschrift „InStyle“. Wissend, dass diese Abrechnung uns alle betrifft.

Durch diese intensiven Drehs musste sich „Jen“, so sagte sie, zum ersten Mal mit ihrem tatsächlichen Alter auseinandersetzen, obwohl sie sich „körperlich fantastisch fühlt“. Mit 50 sei sie nun viel mehr Pilotin ihres Lebens als früher („Meine Teenager-Zeit war die Hölle“), mittlerweile findet sie auch Gefallen an der Macht, die sie innehat. Diese fühle sich „ziemlich sexy an, genauso wie Intelligenz“.

Vor 25 Jahren war es die Rolle der hübschen, aber nervigen Blondine, die ihr im Sitcom-Dauerbrenner „Friends“ den Durchbruch brachte. Davor hatte das Scheidungskind eines griechischen Einwanderers und einer italienisch-schottischen Mutter als Kellnerin, Telefonverkäuferin und Friseurin gearbeitet. Heute gehört sie zu den Top-Verdienerinnen Hollywoods, aber das Haareschneiden hat sie nicht verlernt. Falls doch wieder einmal schwere Zeiten kommen.

Karin Schnegdar, Kronen Zeitung

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