20.11.2019 06:57 |

Kurz als Vorbild

Europäische Volkspartei wählt Tusk zum neuen Chef

Die konservative Europäische Volkspartei (EVP) hält am Mittwoch im kroatischen Zagreb ihren Parteitag ab. Bei dem Treffen wählen die Delegierten einen neuen Vorsitzenden. Einziger Bewerber für die Nachfolge des Franzosen Joseph Daul ist der bisherige EU-Ratspräsident Donald Tusk aus Polen. „Europa braucht jetzt das, was im September auch in Österreich Sebastian Kurz mit seiner Volkspartei gelungen ist, indem die politische Mitte Stimmen von Rechtsaußen wieder ins Zentrum zurückgeholt hat“, sagte EVP-Fraktionschef Manfred Weber. 

Laut Weber warte auf Noch-EU-Ratspräsident Tusk die Herausforderung, die Partei gegen den Angriff der Rechtspopulisten und Extremisten zu wappnen. 

„Als überzeugter Christdemokrat und Europäer, der zweimal zum polnischen Premier gewählt wurde und seit 2014 ein erfolgreicher Ratspräsident ist, hat Tusk die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe“, betonte Weber in einem Interview mit der „Wiener Zeitung“. Es gehe darum, „die Menschen für die demokratische Mitte zurückzugewinnen“.

„ÖVP hat gezeigt, wie ein erfolgreicher Weg für die EVP aussehen kann“
Kurz sei „ein erfolgreicher EVP-Politiker, und die neue ÖVP hat aufgezeigt, wie ein erfolgreicher Weg für die EVP aussehen kann. Entscheidend ist dafür die klare Abgrenzung zu den Extremisten, gerade was Antisemitismus und Europa angeht. Deshalb halte ich seinen Beitrag auch für zentral. Kurz ist es gelungen, mit einem klaren Profil die Menschen wiederzugewinnen.“

Zur Koalition der ÖVP mit der FPÖ sagte Weber: „Die Grundlagen müssen klar sein, und in der Koalitionsvereinbarung von 2017 zwischen ÖVP und FPÖ waren sie klar.“ Die rote Linie für die EVP sei die Einhaltung der Grundwerte.

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