Ermittler sagt:

Cannabis-Zucht ist fast schon ein „Volkssport“

Im Bett soll man nicht rauchen - das weiß jetzt auch ein 56-Jähriger aus Enzenkirchen, der dadurch seine Wohnung abfackelte. Es war doppeltes Pech: Denn die Polizisten entdeckten, dass der ausgebrannte Raucher im Nebengebäude mit zwei Indoorplantagen Marihuana produzierte. Solche verbotenen Anlagen werden immer beliebter, fast jeden zweiten Tag gibt es in Oberösterreich eine Anzeige.

Ein 56-Jähriger aus Enzenkirchen schlief beim Rauchen ein, sein Bett geriet durch die Zigarette in Brand. Er konntesich selbst retten. Seine Löschversuche waren erfolglos, ein Nachbar rief die Feuerwehr. Der 56-Jährige kamins Spital.

Ein Teil für Verkauf gedacht
Bei der Brandbekämpfung entdeckten die Polizisten im Nebengebäude eine professionelle Cannabis-Indoor-Plantage, nämlich zwei Grow-Zelte mit technischem Equipment und 41 bereits in der Blüte stehenden Cannabispflanzen. Auch 97 Gramm geerntetes Marihuana wurden beschlagnahmt, ein Teil war für den Verkauf gedacht.

Kriminelles „Hobby“
Die verbotenen Cannabisplantagen werden immer beliebter, weiß Brigadier David Lichtenegger, Leiter des Büros zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität beim Bundeskriminalamt: „In Oberösterreich wurden im Vorjahr 148 solcher Anlagen angezeigt, 107 davon waren drinnen, 41 draußen.Bei 94 Anlagen wurden 6 bis 49 Pflanzen angebaut, bei zehn 50 bis 249 Stauden. Der Rest waren so genannte Microplantagen.“ Bitterer Nachsatz: „Unser Hauptproblem ist die Gesetzeslage, die den Verkauf von Samen und Setzlingen erlaubt. Erst wenn die Cannabispflanze blüht, wird es strafbar.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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