Fast Familie getroffen

Schießübungen im Garten: Schütze (48) verurteilt

„Ich verwehre mich dagegen, das als Blödsinn abzutun. Es ist eine Straftat“, sagt Richterin Andrea Haidvogl. Ein Mühlviertler hatte mit seiner illegalen Waffe Schießübungen im Freien abgehalten und dabei Nachbarn knapp verfehlt. Dafür gab es nun eine Geldstrafe.

Geständig, aber wenig einsichtig zur Tragweite seiner Tat, saß der 48-Jährige in Linz vor der Richterin. Die Glock-Pistole mit Schalldämpfer will der Mechaniker von einem Polen als Bezahlung erhalten haben. Im Juli wollte er die Waffe ausprobieren, obwohl er keine Erfahrung mit Pistolen hatte.

Familie nur knapp verfehlt
Fünf Schüsse feuerte er auf eine an der Gartenhütte montierte Dose ab. Ob er danebengeschossen hatte oder ein Projektil durch die Hütte durchging, blieb ungeklärt. Die Nachbarn, die mit ihren Enkelkindern auf der Terrasse saßen, haben die Projektile auf jeden Fall nur knapp verfehlt. Der Familie haben sie einen ordentlichen Schrecken eingejagt.

„Ich habe mich geschämt“
Als die Polizei nachforschte, ließ der Mühlviertler die Waffe verschwinden, gab sie einem Mitarbeiter zum Verstecken. Warum er seinen Fehler nicht eingestanden hat, wollte Richterin Haidvogl wissen. „Ich habe mich geschämt. Da hätte ich ja ausgeschaut wie ein Schwerverbrecher.“

Wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Vergehen nach dem Waffengesetz und Beweismittelunterdrückung wurde er zu 1440 Euro Strafe, die Hälfte unbedingt, verurteilt. Nicht rechtskräftig.

Kronen Zeitung

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