12.11.2019 16:12 |

Ins Leben gekämpft

„Hirntoter“ Bub öffnet im letzten Moment die Augen

Die Ärzte hatten den kleinen Oscar aus Großbritannien bereits für hirntot erklärt und alle Hoffnung aufgegeben - doch kurz bevor der neugeborene Bub von der künstlichen Beatmung getrennt werden sollte, öffnete er die Augen. Der für todkrank gehaltene Oscar ist mittlerweile 18 Monate alt - und trotz Hirnschadens „liebt er es zu lächeln und Freude aus den kleinen Dingen im Leben zu finden“, berichten seine Eltern.

Nach einer problemlosen Schwangerschaft folgte für Greg und Chelsea Bedford aus Hamilton der Schock nach der Geburt: Ihr neugeborener Bub war blau angelaufen und regte sich nicht. Im Spital wurde er reanimiert - erst nach 15 Minuten atmete er wieder. Doch sein Zustand blieb kritisch und die Ärzte erklärten Oskar 32 Stunden später für hirntot. Die Instrumente, die den Säugling am Leben erhielten, sollten daher bald abgestellt werden.

Eltern verabschiedeten sich - dann öffnete Bub die Augen
Für den Abschied nahmen sich die trauernden Eltern viel Zeit - sie verbrachten Oscars vermeintlich letzte Nacht mit ihm im Krankenhaus, kuschelten mit ihm, badeten ihn und zogen ihm die schönste Kleidung an, die sie für ihn bereits gekauft hatten. Auch Chelseas Mutter sollte sich von ihrem Enkel via Videoanruf verabschieden können. Also wählten die Eltern ihre Nummer, während der Bub auf Chelseas Brust lag. „Sie war mitten in einem Einkaufszentrum, als ich sie erreichte. Während wir sprachen, sah sie, wie Oscar seine Augen öffnete - und sie begann einfach zu schreien“, erinnerte sich Chelsea gegenüber dem britischen „Leicester Mercury“.

Oscar ist trotz Hirnschaden ein fröhliches Baby
Doch die Mediziner rieten den Eltern, sich keine allzu große Hoffnung zu machen, dass er überlebe. Der Bub wurde in ein Hospiz überstellt und sollte im Fall, dass er nicht mehr atmet, nicht reanimiert werden. Doch Oscar stellte sich als Kämpfer heraus - obwohl er einen Hirnschaden vom Sauerstoffmangel nach der Geburt erlitten hatte, überlebte er. „Er ist jetzt 18 Monate alt und auf dem Entwicklungsstand eines Babys unter drei Monaten. Aber er lächelt, er lacht und liebt Lichter, obwohl er teilweise blind ist“, so Chelsea.

Spendenseite soll Physiotherapie finanzieren
Kürzlich wurde bei dem Buben leider noch eine Art von Epilepsie festgestellt. Er leidet unter dem West-Syndrom, das sein Gehirn weiter schädigt und seine Lebenserwartung senkt. Seine Eltern wollen ihm sein restliches Leben so angenehm wie möglich gestalten. Um eine kostspielige Physiotherapie finanzieren zu können, richteten sie eine Spendenseite für Oscar ein. Auf dieser sind mittlerweile mehr als 1500 Pfund (etwa 1700 Euro) eingegangen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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