10.11.2019 05:58 |

Eishockey-Game

„NHL 20“ setzt Rost auf den alten Kufen an

Bewährtes ist gut. Neues muss nicht Verbesserung bringen. Allerdings besteht die Gefahr, dass das Publikum mit der Zeit gelangweilt das Weite sucht. „NHL 20“, die aktuellste Ausgabe von EAs Eishockey-Game, steht genau vor diesem Dilemma.

Bezeichnend, dass eine der augen- bzw. ohrenscheinlichsten Änderungen ein neues Kommentatoren-Duo ist. James Cybulski und Ray Ferraro machen einen sehr guten Job, keine Frage. Nur sollte das eher ein Nebenschauplatz sein. Die Präsentation hat ebenfalls einen Modernisierungsschub erhalten. Dazu zählt die Highlight-Show nach einer Partie.

Die Änderungen auf dem Eis fallen dafür unter die Kategorie „Ein Detail hier, eines dort angepasst, ein wenig poliert und fertig ist das Update“. Eigentlich nicht weiter erwähnenswert, dass wieder ein paar Animationen hinzugekommen sind.

Die Schieflage bei den One Timern wurde hingegen korrigiert. Jetzt ist es nicht mehr fast unmöglich, damit zu einem Torerfolg zu kommen. Auch dass die Stars ihre Signature-Schüsse zeigen, darf als nettes Gimmick verbucht werden.

Puck-Probleme
Die Goalies hadern indes teilweise weiterhin mit Pucks, die nach einem Rebound knapp vor ihnen zu liegen kommen. Bitte zupacken! Poke Checks auszuführen, ohne jedes Mal eine Tripping-Strafe zu bekommen, hätte dem Spiel ebenfalls gutgetan. Was nicht ist, kann ja aber noch werden. Nächstes Jahr.

Subjektiv spielt sich „NHL 20“ insgesamt etwas flüssiger. Wobei sicherlich auch die Meinung, es unterscheidet sich nicht merkbar von „NHL 19“, ihre Berechtigung hat.

Regelmäßige Herausforderungen
Die „World of CHEL“ scheint bei den Spielern gut angekommen zu sein. Dem Spiel-Modi wurde mit „Elimination“ nämlich ein Ausscheidungsturnier spendiert. Angelehnt ist dies an die vom Wrestling bekannte „Battle Royale“. Eine interessante und unterhaltsame Idee. Hinzu kommen weitere Ausstattungsoptionen und regelmäßig aktualisierte Challenges.

Das war es dann aber auch schon. Die restlichen Modi wurden nahezu unverändert übernommen, den Franchise-Modus vielleicht noch ausgenommen. Dessen Coaching-System bietet nun weiterreichende, allerdings noch nicht ganz fertig wirkende Möglichkeiten. Eine finale Überarbeitung hätte nicht geschadet.

Fazit: „NHL 20“ hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zwar gibt es bei Präsentation, der „World of CHEL“ und mit Abstrichen dem Franchise-Modus klare Verbesserungen und auch in Sachen Gameplay gab es das eine oder andere Feintuning. Unterm Strich wird man aber das Gefühl nicht los, dass da noch viel mehr gegangen wäre.

Plattform: PS4 (getestet), Xbox One
Publisher: EA Sports
krone.at-Wertung: 8/10

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