06.11.2019 10:41 |

Basketball-Game

„NBA 2K20“ und das Streben nach Profit

L.A., die Metropole mit Glamour-Faktor, der Ort mit dem Flair von Hollywood und einer Promi-Dichte, die ihresgleichen sucht. Kein Wunder also, das auch Stars wie Leonardo Di Caprio oder Jack Nicholson zu den Unterstützern der LA Lakers zählen. Der vielfache NBA-Champion versucht, seinem Umfeld mit Top-Stars gerecht zu werden. Dieses Hochglanzprodukt, aber auch das Streben der Profitmaximierung findet sich in der „NBA 2K“-Spielereihe wieder.

Einerseits glänzt „NBA 2K“ mit gnadenlos guter Präsentation, gepaart mit tadelloser Spielbarkeit und einem großen Spielumfang. Andererseits führten die in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund tretenden Mikrotransaktionen zu Unmutsäußerungen der Fans. Nichtsdestotrotz verkauft sich „NBA 2K“ hervorragend - und das nicht zu unrecht. Immerhin bekam man bisher die beste Basketballsimulation am Markt. „NBA 2K20“ setzt die eingeschlagene Entwicklung weiter fort. Im Guten wie im Schlechten.

Prominente Unterstützung
Der Karrieremodus wartet mit einer Rahmenhandlung auf. Auch wenn es - wie jedes Mal - vereinfacht gesagt lediglich darum geht, einen Nobody auf seinem Weg zum NBA-Star zu begleiten, ist die erzählte Geschichte - unerwarteter Weise - interessant und sogar unterhaltsam. Das mag vielleicht daran liegen, dass für deren Produktion niemand geringerer als Superstar LeBron James verantwortlich zeichnet.

Trotz aller Freude über die gelungene Storyline darf jedoch nicht verhehlt werden, dass sich einzelne Trainingsabschnitte mühsam gestalten. Sicherlich ist dies auch dem eigenen Unvermögen geschuldet. Eine bessere Steuerbarkeit hätte allerdings schon entscheidend geholfen, erfolgreicher zu sein.

Verbesserungen im Detail
Im Endeffekt bildet der Karrieremodus das Herzstück von „NBA 2K20“. Wie natürlich auch das Geschehen auf dem Platz. Viel Neues darüber zu berichten gibt es allerdings nicht. Verbesserungen finden sich in Details, im Grunde bleibt alles wie gehabt. Das heißt auch: Ohne Tutorial und Übung haben es Anfänger ganz schwer. Das Potential des Spiels entfaltet sich nach und nach, mit jeder gespielten Partie. Spielerisch und grafisch ist es top, auch wenn der Unterschied zum Vorgänger „NBA 2K19“ nicht sofort offensichtlich ist.

Sehr fein auch, dass - endlich -die WNBA, also die Frauenliga Eingang ins Spiel gefunden hat. Besonders erfreulich: Die Entwickler haben sich genau die Spielweise der Teams in der WNBA angesehen. Dadurch unterscheiden sich die NBA- und WNBA-Partien deutlich voneinander.

Leidige Mikrotransaktionen
Alles andere als zum Jubeln veranlasst, dass die Macher so gar nicht auf die Proteste der Fans gehört haben. Besonders deutlich wird das beim „Mein Team“-Part - vergleichbar mit „FIFA Ultimate Team“ -, bei dem der Spieler noch mehr dazu gebracht werden soll, weiteres Geld in das Spiel zu stecken. Bei allem Verständnis dafür, weitere Einnahmen zu lukrieren, geht dies schon seit Jahren in die falsche Richtung. Mehr Zurückhaltung, nachdem sich immer mehr Käufer negativ darüber äußern, wäre angebracht gewesen.

Fazit: „NBA 2K20“ wäre eigentlich weiter das Highlight im Reigen der Sportsimulationen. Zwar halten sich die Änderungen im spielerischen Bereich in argen Grenzen, aber mit einer tollen Story im Karriere-Modus sowie der neu hinzugekommenen WNBA wird ausreichend Neues geboten. Nichts gelernt wurde aber aus der Kritik der Fans, die fast allgegenwärtigen Mikrotransaktionen betreffend. Auch an dieser Stelle wurde bereits letztes Jahr dieser Umstand bemängelt.

Plattform: PS4 (getestet), Xbox One, PC, Switch
Publisher: 2K Gamesk
rone.at-Wertung: 7/10

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