06.11.2019 06:00 |

Aufregung in Rom

Aktivist aus Österreich warf Statuen in den Tiber

Das Rätsel um die Entwendung indigener Figuren aus der Marienkirche in Traspontina während der katholischen Amazonas-Synode und den Wurf in den Tiber in Rom ist gelöst. Ein Lebensschutzaktivist aus Österreich steckt dahinter. Er begründet dies mit dem Ersten Gebot, das durch die Figuren verletzt werde.

Der Kommunikationsbeauftragte des Vatikan, Andrea Tornielli, warf den Verantwortlichen für die Aktion „Fremdenhass“ und ein „gewalttätiges Verhalten“ vor. Die Täter hätten im Namen von Tradition und Doktrin „ein Symbol von Mutterschaft und der Heiligkeit des Lebens in verächtlicher Weise weggeworfen“.

Beifall von konservativen Katholiken
Vor allem konservative Katholiken äußerten indes im Internet Freude und Beifall. Einige setzten die Tat sogar in einen Bibel-Kontext und verglichen sie mit der Zerstörung des Götzenbildes vom „Goldenen Kalb“ durch Moses im Buch Exodus.

Gegenüber dem Nachrichtenportal „kath.net“ hat nun ein Lebensschutzaktivist und früherer Hochschulpolitiker der rechtskonservativen Jungen Europäischen Studenteninitiative (JES) die Verantwortung für die Aktion übernommen. Er begründet das Vorgehen mit dem Ersten Gebot („Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm dienen“), das aus seiner Sicht durch eine Verwendung der Figuren im kirchlichen Kontext verletzt werde.

Figuren waren während Amazonas-Synode aufgestellt
„Ich wollte dafür sorgen, dass diese Götzen nicht mehr zu kirchlichen Zwecken benutzt werden. Daher schien es mir symbolisch am besten, sie in den Tiber zu werfen.“ Die Figuren, die nackte schwangere Frauen darstellen, waren im Zuge der Amazonas-Synode zur Dekoration in der Kirche Santa Maria in Transpontina aufgestellt.

Florian Hitz, Kronen Zeitung

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