16.10.2019 12:53 |

Motiv nicht genannt

Limburg: Crash mit gekapertem Lkw war kein Terror

Wie die deutschen Behörden am Dienstag bekannt gaben, steckt hinter dem Crash mit einem gekaperten Lkw, bei dem am 7. Oktober in Limburg neun Personen verletzt worden waren, kein Terror-Motiv. Demnach hat der 32-jährige Lenker, ein Syrer, den Unfall zwar wohl mit Absicht verursacht, er hatte aber keine Verbindung zur islamistischen Szene. Das hessische Landeskriminalamt gab deshalb die Ermittlungen an die Limburger Polizei ab. Was nun das tatsächliche Motiv war, wurde nicht genannt.

Der Mann hatte am 7. Oktober einen Lkw-Fahrer gewaltsam aus der Fahrerkabine gezogen und dessen Lastwagen gestohlen. Anschließend fuhr er an einer Kreuzung ungebremst auf mehrere vor ihm stehende Fahrzeuge auf. Sieben Autos und ein Kleintransporter wurden dadurch zusammengeschoben. Insgesamt neun Menschen wurden verletzt, mehrere mussten im Krankenhaus behandelt werden. Für den Syrer klickten die Handschellen.

Asylantrag wurde vor Kurzem abgelehnt
Bei dem Festgenommenen handelt sich um einen 32-jährigen Syrer aus dem hessischen Landkreis Offenbach, der sich seit 2015 in Deutschland aufhält und 2016 einen subsidiären, also eingeschränkten Schutzstatus, erhalten hat. Laut „Spiegel“ wurde der Asylantrag des Mannes erst Anfang Oktober abgelehnt, seither habe er keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr.

Am Tag nach dem Crash waren bei zwei Razzien im Landkreis Offenbach und im Landkreis Limburg-Weilburg, die im Zusammenhang mit dem Vorfall in Limburg standen, Beweismaterial wie Handys und USB-Sticks beschlagnahmt und ausgewertet worden.

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