05.10.2019 06:50 |

Bewegtes Lernen

Aktive Kinder sind auch im Kopf fitter

Bewegung hilft dem Gehirn auf die Sprünge. Aktive Kinder konzentrieren sich besser. Der Lernstoff verankert sich besser im Gedächtnis. 

Schon im antiken Griechenland wusste man: Mit Bewegung lernt es sich leichter. So wie zu Aristoteles Zeiten in Wandelhallen beim Gehen Wissen erworben wurde, kann auch in Klassenzimmern Bewegung in den Unterricht integriert werden. Bewegtes Lernen ist eine ergänzende Form des traditionellen Lernens.

Durch den Klassenraum hüpfen und dabei Mathe-Aufgaben lösen, Seilschwingen und Vokabeln üben oder im Deutschunterricht tanzen – das Konzept des bewegten Unterrichts zeigt: Bewegungslieder, Laufspiele und mobile Pausen können die Konzentration und Disziplin steigern. Inhalte, die auf diese Art gelernt werden, verankern sich besser im Gedächtnis des Kindes.

Laufspiele und dabei Aufgaben lösen
Gebiete im Gehirn, die Bewegung koordinieren, sitzen im Stirnlappen. Also genau dort, wo sich auch das Arbeitsgedächtnis befindet, das Dinge bearbeitet, auf die wir uns konzentrieren wollen. Bewegt man sich, werden diese Bereiche generell besser durchblutet. Nicht nur während man Sport treibt, sondern auch noch danach. Der Effekt hält an. So kommt im Gehirn mehr Sauerstoff an. Der aktive Unterricht dient auch dem Ausgleich und der Prävention von Haltungsschäden. Eine optimale Gesundheitsförderung.

Kommentar von Kids-Coach Nina Petz:
Mein Sohn (8) hat schlimme Konzentrationsprobleme. In der Schule wird er kaum mit den Aufgaben fertig, daheim dauert die Hausaufgabe ewig und ist nur mit Drama zu schaffen.

Zuerst sollten Sie mal der Ursache für seine Konzentrationsschwäche auf den Grund gehen. Vielleicht hat ja sein/e KlassenlehrerIn eine Idee oder hilfreiche Tipps? Gibt es Probleme in der Klassengemeinschaft, hat Ihr Sohn Freunde? Passt sein Platz in der Klasse? Der Kinderarzt kann Hör- oder Sehschwäche ausschließen. Eine psychologische Testung kann Auskunft über eine mögliche Teilleistungsschwäche oder Wahrnehmungsstörung geben. Für viele Kinder ist langes Stillsitzen ein Problem. Hier kann ein Sitzball statt eines normalen Sessels hilfreich sein, ebenso eine kleine Kiste mit Bällen für die Füße. Kurze Lerneinheiten mit Bewegungspausen kurbeln die Konzentration wieder an. Auch können eine Ergotherapie und die sensorische Integration eine sehr gute Unterstützung für Ihr Kind sein. Letztendlich gilt es natürlich auch die emotionale Seite abzuklären: Hat Ihr Sohn Kummer oder Sorgen? Probieren Sie ein wenig selbst die Thematik zu ändern, sollte es aber keine Besserung geben, suchen Sie rasch einen Spezialisten auf!

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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