01.10.2019 16:41 |

Arbeitslosigkeit

AK fordert stärkere Unterstützung für Ältere

Die jüngste Arbeitslosigkeitsstatistik und die düsteren Konjunkturaussichten lassen bei der Arbeiterkammer und bei Seniorenvertretern die Alarmglocken schrillen. Denn ältere Arbeitslose und Menschen mit Behinderung haben es auf dem Arbeitsmarkt bereits jetzt sehr schwer. AK-Wien-Chefin Renate Anderl fordert deshalb verstärkte Unterstützung für diese Gruppen. Die „Aktion 20.000“ soll ihrer Meinung nach wieder eingeführt und weiterentwickelt werden.

Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht sie den Beschluss des Nationalrates vor der Wahl, zusätzliche Mittel für über 50-jährige Langzeitarbeitslose zur Verfügung zu stellen - in Summe 50 Millionen Euro. Anderl will, „dass der Staat sinnvolle Arbeit in den Gemeinden finanziert statt die Langzeitarbeitslosigkeit“. Das könne auch dazu beitragen, die „Ausdünnung der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden“ zu verhindern. Auf kommunaler Ebene könnten derzeit viele soziale, kulturelle oder ökologische Anliegen der Bevölkerung nicht ausreichend erfüllt werden. Den Gemeinden fehle es an Finanzkraft, die dafür notwendigen Personen zu beschäftigen.

Seniorenbund: „Generation 50 plus hat Wahlen entschieden“
Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec strich die Bedeutung der älteren Generation bei den Wahlen hervor: „Die Generation 50 plus hat die Wahlen entschieden - bei den Über-50-Jährigen hat die Volkspartei 44 Prozent, bei den Seniorinnen und Senioren sogar 49 Prozent erreicht“, begründete Korosec. Sie sieht darin den politischen Auftrag, eine „innovative Seniorenpolitik“ zu verfolgen. Deren Belange müssten Teil des nächsten Regierungsprogramms.

NEOS-Forderung an nächste Regierung
Angesichts der nachlassenden Konjunktur stehen auch wieder steigende Arbeitslosenzahlen ins Haus. Umso wichtiger sei es, dass „rasch Maßnahmen für eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik“ gesetzt werden, finden die NEOS. „Es wird eine wichtige Aufgabe der neuen Regierung sein, in Aus- und Weiterbildung von Erwerbstätigen zu investieren, anstatt die Arbeitslosigkeit weiter verwalten zu lassen“, findet NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker.

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