24.05.2010 08:10 |

Name geändert

Wie die berühmten Stars wirklich heißen

Nomen est omen, lautet das Sprichwort. Ob das stimmt, sei dahingestellt. Jedenfalls scheint nicht jeder Name das gleiche Starpotential in sich zu tragen. Nicht umsonst haben sich ehrgeizige Aspiranten auf einen Fixplatz am Artistenhimmel seit eh und je Künstlernamen zugelegt. Doch nicht immer sind es so offensichtliche wie "P. Diddy", offiziell Sean Combs, oder "Falco" alias Hans Hölzl. Manche Stars sind auch unter scheinbar bürgerlichen Namen bekannt geworden, die gar nicht die ihren sind.

Da wären jene, die ihren Namen ändern, um nicht verwechselt zu werden – wie Diane Hall, die den Mädchennamen ihrer Mutter annahm, da schon eine andere Diane Hall in der amerikanischen "Actors Guild" registriert war, und als Diane Keaton weltberühmt wurde. Noch eine Generation zurück ging Natalie Hershlag für die Namensfindung am Beginn ihrer Karriere – als sie mit 13 in "Léon – Der Profi" die Rolle der Mathilde übernahm, erschien sie im Abspann bereits mit dem Familiennamen ihrer Großmutter, als "Natalie Portman". Unter dem Mädchennamen ihrer Mutter bekannt ist auch Schauspielerin Ashley Judd. Ihr bürgerlicher Nachname lautet Ciminella.

Aus dem Schatten des berühmten Onkels
Genau anders herum als Ashley Judd, deren Mutter und Halbschwester schon als Country-Music-Duo The Judds Erfolge gefeiert hatten, als sie ihre Karriere begann, machte es Nicholas Coppola. Um es nicht nur kraft seines berühmten Nachnamens in Hollywood ganz nach oben zu schaffen, nannte sich der Neffe von Oscar-Regisseur Francis Ford Coppola "Nicolas Cage" – angeblich soll der neue Zuname von "Luke Cage", einem Marvel-Comics-Superhelden, kommen.

Latino-Star mit irischem Namen
Dem Namen seines berühmten Vaters treu geblieben ist hingegen Charlie Sheen – bloß, dass er dafür auch seinen Geburtsnamen ändern musste. Denn der Sohn von Hollywood-Legende Martin Sheen kam als Carlos Irwin Estévez auf die Welt. "Martin Sheen" hatte sich dieser einst genannt, weil er dachte, der irisch klingende Name würde im Filmbusiness besser ankommen als "Ramón Estévez". Von diesen Überlegungen nicht beeindrucken ließ sich sein anderer Sohn: Emilio Estévez.

Englisch statt griechisch und russisch
Dass für den Mainstream fremd klingende Namen einer Karriere oft nicht förderlich sind, haben sich auch andere gedacht: So würde Jennifer Aniston eigentlich "Anastassakis" heißen, hätte nicht ihr Großvater den Familiennamen geändert, als er in die USA einwanderte. Und wer weiß, ob Elena Vasilievna Mironova in "The Queen" Elizabeth II. verkörptert hätte, hätte ihr Vater den Familiennamen nicht in "Mirren" geändert und auch den Vornamen zu Helen anglisiert.

Deutsche Namen – komplizierte Namen
Damit, dass ihre Namen zu kompliziert sind, um internationale Stars zu werden, haben auch Schauspieler aus deutschsprachigen Ländern zu kämpfen. Diane Heidkrüger kappte also einfach den ersten Teil ihres Nachnamens und ließ auch noch gleich die zwei lästigen Punkterln über dem "u" weg – und schon war mit Diane Kruger eine neue "Schöne Helena" für den Antike-Blockbuster "Troja" geboren. Ein g'standener Mann wie Arnold Schwarzenegger hat so eine kosmetische Namenskorrektur natürlich nicht nötig – er schafft es auch so auf dem Hollywood-Olymp ganz nach oben. Apropos Olymp: Ganz ohne Künstlernamen ist die steile Karriere des "Steirerbuam" auch nicht verlaufen. 1970 spielte er in seinem ersten Film "Herkules in New York" – unter dem bezeichnenden Pseudonym "Arnold Strong".

Furzkissen und Königsgattin
Einen Künstlernamen der besonderen Art hat sich Caryn Elaine Johnson zugelegt: Whoopi Goldberg. Den Nachnamen hat sie, wie viele andere auch, aus dem Familien-Fundus entlehnt und möchte damit ihre jüdischen Vorfahren ehren. Den Vornamen dagegen, würde man denken, möchte keiner freiwillig tragen, kommt er doch von "whoopee cushion" – amerikanisch für nichts anderes als "Furzkissen"!

Nicht minder skurril ist die Namenswahl bei Ex-Bond-Girl und "Dr. Quinn"-Darstellerin Jane Seymour ausgefallen – diesen Namen trug auch schon die dritte Ehefrau von König Heinrich VIII. von England. Dabei hätte die Schauspielerin Jane Seymour auch bei ihrem Geburtsnamen bleiben können, um Aufsehen zu erregen: Joyce Penelope Wilhelmina Frankenberg.

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