Rettung gescheitert

Pichlinger Naherholungsoasen mussten nun doch weg

Das darf nicht wahr sein! Anfang August hatten die Pächter der kleinen Schrebergartensiedlung in der Oidener Straße in Pichling – wie berichtet – aus heiterem Himmel Post bekommen, in der ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre selbstgeschaffenen „Paradiese“ weg müssen. Die Stadtpolitik sagte Hilfe zu – ohne Erfolg!

Dort, wo noch vor wenigen Wochen neben den kleinen Gartenhütten prächtige Rosen und andere duftende Blumen in allen erdenklichen Farben schillerten oder das Gemüse in den Beeten gedieh, sieht’s jetzt so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Denn die Hütten wurden von den traurigen Pächtern großteils abgebaut. Selbst Nicht-Hobby-Gartler tut dieser trostlose Anblick im Wissen des Hintergrunds im Herzen weh.

Auch SP-Stadtchef Klaus Luger machtlos
Nachdem die Hobby-Gartler vor wenigen Wochen ganz ohne Vorwarnung vom Magistrat per Post die Kündigung ihrer in liebevoller Kleinarbeit geschaffenen Naherholungsoasen erhielten, hatte SP-Stadtchef Klaus Luger versprochen, alles in seiner Macht mögliche zu tun, um die Gärten zu erhalten. Doch schon damals relativierte FP-Stadtvize Markus Hein: „Selbst wenn die Stadt die Kündigung zurücknimmt, würden die Behörden tätig werden.“ Laut Widmung von vor 40 Jahren hätten dort nie Hütten gebaut werden dürfen. Als „Trostpflaster“ bot die Stadt Gärten in einer neuen Siedlung am Weikerlsee an, doch verständlicherweise haben die teils rüstigen Hobby-Gartler nur wenig Interesse, noch einmal ganz von vorne anzufangen.

VP-Gemeinderätin will Antworten 
VP-Gemeinderätin Michaela Sommer will die Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen: „Es gibt noch viele offene Fragen und Ungereimtheiten. Schließlich ist der Garten für die Betroffenen oft über Jahrzehnte zu einem wichtigen, persönlichen Lebensumfeld und Naherholunsgbiet geworden.“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter